Teaserbild
Trennline

Philipp II., 1606-1618. Dreifacher Reichstaler 1617, Stettin, Dav. 7227; Hildisch 100; Slg. Whiting -; Slg. Hahn (Auktion Künker 224) -; Olding 66 A; Brozatus -.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
POMMERN, POMMERN-STETTIN, HERZOGTUM

Zurück zur Listenansicht
In Merkliste legen

Losnummer 443




Schätzpreis: 75.000,00 €
Zuschlag: 60.000,00 €


Philipp II. 1606-1618.
Dreifacher Reichstaler 1617, Stettin, auf das Reformationsjubiläum. 86,93 g. PERIERAT ² ET INVENTVS EST É 1517 É Martin Luther kniet nach l. und stützt sich mit dem rechten Arm auf einen Altar in einer Kirche, in der Linken Evangelium//INVENI QVEM DILIGIT ANIMA MEA (Blumenranke) Ein Priester steht nach r. gebeugt in einer Kirche und hält ein Buch mit der Aufschrift "GESEZ" in den Händen, darunter Truhe mit der Aufschrift "ANNO IVBEL 1617".
Dav. 7227; Hildisch 100; Slg. Whiting -; Slg. Hahn (Auktion Künker 224) -; Olding 66 A; Brozatus -.

Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich das 3. bekannte Exemplar und wohl das einzige Exemplar im Handel. Herrliche Patina, kl. Randfehler, sehr attraktives, fast vorzügliches Exemplar

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 180, Berlin 2011, Nr. 251 und der Auktion Ludwig Grabow, Rostock 1930, Nr. 222.


Philipp wurde am 29. Juli 1573 in Neuenkamp, dem späteren Franzburg, in Vorpommern als ältester Sohn Herzog Bogislaws XIII. und dessen erster Gemahlin Clara von Braunschweig geboren. Er wuchs in Barth, der kleinen Residenz seines Vaters, auf. Philipp genoß als Kind und Jugendlicher die damals übliche Bildung eines deutschen Fürstensohns der Spätrenaissance, doch gingen seine künstlerischen und wissenschaftlichen Interessen bald über das gewöhnliche Maß hinaus. Bereits mit zwölf Jahren besaß er eine eigene Sammlung von Büchern und Bildern. Gemäß den Sitten seiner Zeit unternahm er zahlreiche Kavalierstouren, die ihn in viele europäische Länder und die dortigen Fürstenhöfe führten. Einen zweijährigen Aufenthalt in Italien mußte er schließlich 1598 vorzeitig abbrechen, da seine Mutter schwer erkrankt war. 1603 wurde sein Vater nach dem Tod Herzog Barnims X. (XII.) regierender Herzog im Teilherzogtum Pommern-Stettin und übertrug Philipp die Statthalterschaft. Nachdem Bogislaw XIII. im Jahr 1606 gestorben war, übernahm Philipp die Regierung im Stettiner Herzogtum eigenständig. Im Jahr 1607 heiratete er Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg. Die Ehe blieb allerdings, wie alle anderen der letzten Generation der pommerschen Herzöge, kinderlos. Nach dem Tod von Philipps Bruder Bogislaw XIV. dem letzten männlichen Angehörigen, erlosch das Greifenhaus im Jahre 1637.