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Friedrich (III.) I., 1701-1713. Silbermedaille 1703, Brockmann 409; v. Loon IV, S. 348; Senk 99.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
BRANDENBURG-PREUSSEN, PREUSSEN, KÖNIGREICH

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Losnummer 2544




Schätzpreis: 1.000,00 €
Zuschlag: 1.300,00 €


Friedrich (III.) I. 1701-1713.
Silbermedaille 1703, von J. Boskam, auf die Einnahme von Geldern. Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz und umgelegtem Mantel//Der König thront nach l. und wird von der hinter ihm stehenden Viktoria bekränzt, vor ihm kniet die Personifikation Gelderns, die ihm die Stadtschlüssel überreicht, im Hintergrund Ansicht der unter Beschuß stehenden Stadt. 60,48 mm; 85,60 g.
Brockmann 409; v. Loon IV, S. 348; Senk 99.

RR Kl. Kratzer und Randfehler, sehr schön

Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 77, Köln 2002, Nr. 1239 und der Slg. Hans-Wilhelm Wiebe, Auktion Fritz Rudolf Künker 120, Berlin 2007, Nr. 2159.


Zu den Schauplätzen im Spanischen Erbfolgekrieg zählte abermals auch die Niederrheingegend. Brandenburg war als Inhaber des Herzogtums Kleve unmittelbar betroffen. Nach einigen erfolgreichen Gefechten zogen Truppen des Preußenkönigs unter dem Kommando von Generalmajor Fürst Leopold von Anhalt-Dessau vor die Festung Geldern, die seit 1579 zusammen mit dem südlichen Teil des einstigen Herzogtums Geldern (das sogenannte Oberquartier Geldern) unter spanischer Herrschaft stand. Die starke Festung hatte man zuvor noch nie erobern können. Auch die Preußen konnten den Platz nicht durch Waffen erstürmen, die Einnahme gelang dennoch, da die gegnerische Besatzung infolge Mangels an Lebensmitteln am 12. Dezember 1703 kapitulierte. Die Herrschaft Preußens im Oberquartier Geldern wurde 1713 im Frieden von Utrecht festgeschrieben.