Teaserbild
Trennline

LAMPSAKOS. Ô-Stater, 367/344 v. Chr.; 8,46 g. Baldwin 21; Winzer 16.7 (dies Exemplar) bzw. 17.1 (dies Exemplar); Troxell, Orontes Pl. 4, B.

GRIECHISCHE MÜNZEN
MYSIA

Zurück zur Listenansicht
In Merkliste legen

Losnummer 2295




Schätzpreis: 12.500,00 €
Zuschlag: 38.000,00 €


LAMPSAKOS.
Ô-Stater, 367/344 v. Chr.; 8,46 g. Kopf eines bärtigen Satrapen l. mit Tiara//Pegasusprotome r. Baldwin 21; Winzer 16.7 (dies Exemplar) bzw. 17.1 (dies Exemplar); Troxell, Orontes Pl. 4, B.

Von großer Seltenheit. Bearbeitungsspuren am Rand, gutes sehr schön

Aus der Sammlung eines Geschichtsfreundes.

Exemplar der Auktion Triton VII, New York 2004, Nr. 225; der Auktion Leu 30, Zürich 1982, Nr. 167; der Auktion Münzen und Medaillen AG 19, Basel 1959, Nr. 475; der Auktion Münzen und Medaillen AG 13, Basel 1954, Nr. 1159 und der Sammlung Hans von Aulock (SNG von Aulock 7395).

Das Fehlen einer Legende erschwert die Interpretation des Satrapenkopfes auf dem Avers. Vorgeschlagen wurden Ariobarzanes, Satrap von Kleinphrygien; Artabazos III. Satrap von Kleinphrygien; Orontes, Satrap von Mysien und Führer eines Satrapenaufstandes sowie die allgemeine Darstellung eines Satrapen. Die Zuweisung an Ariobarzanes ist eher unwahrscheinlich. Gegen eine Zuweisung an Orontes spricht zwar, daß dieser Satrap von Mysien, nicht von Kleinphrygien war; jedoch ist dieses Argument bei dem Führer eines Satrapenaufstandes nicht zwingend, ferner ist möglicherweise eine von Troxell nach Adramyteion gelegte Bronzemünze mit dem Namen des Orontes doch in Lampsakos geprägt worden (siehe Weisser, B. Herrscherbild und Münzporträt in Kleinasien, in: Hrsg. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Das Persische Weltreich. Pracht und Prunk der Großkönige, Stuttgart 2006, S. 78, Nr. 22). Für Artabazos III. spricht, daß die Athener unter Chares Lampsakos für Artabazos III. einnahmen und von diesem mit Goldmünzen belohnt wurden, die dieser möglicherweise in Lampsakos mit seinem Porträt prägen ließ. Die Möglichkeit, daß schlicht der Kopf eines Satrapen (ohne hiermit einen bestimmten Satrapen zu meinen) abgebildet ist, ist freilich nicht auszuschliessen. Zur Diskussion um diese interessanten Prägungen siehe Moysey, R. A. Observations on the numismatic evidence relating to the great satrapal revolt of 362/1 B. C. in: Revue des Etudes Anciennes 91 (1989), S. 122 f.