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Venus. Silbermedaille o. J.

MEDAILLEN
AKT UND EROS IN DER NUMISMATIK, Traditionen der Antike

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Losnummer 8164




Schätzpreis: 60,00 €
Zuschlag: 60,00 €


Venus.
Silbermedaille o. J. unsigniert. ILLE IOCATVS AMATVR (Jener Scherzbold wird geliebt); der geflügelte Amor fliegt auf die unter einem Baum l. gelagerte, nackte Venus zu//Freies Gravurfeld, umher Zahnschnitt. Mit Randpunzen: Halbmond Krone 0,990. 38,29 mm; 22,06 g. Vgl. Fieweger 101; Himmelheber 225.


Spätere Prägung. Hübsche Patina, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion Münzzentrum 111, Köln 2002, Nr. 6457.

Die sich auf dem Rand befindlichen Punzen wurden 1884 entsprechend dem "Gesetz über den Feingehalt der Gold und Silberwaren" eingeführt. Entweder ist die vorliegende Medaille erst nach diesem Zeitpunkt entstanden oder lediglich dann gepunzt worden. Die Vorderseite der vorliegenden Medaille wurde von einer um 1690 wahrscheinlich in Nürnberg geschaffenen zweiseitigen Medaille des Philipp Heinrich Müller abgeschlagen. Das Motiv wurde häufig für hölzerne Spielsteine benutzt. Beytrag zur neuern Münz= und Medaillen=Geschichte vom XVten Jahrhundert bis jetzo, nebst einem raisonnirenden Verzeichniß einer beträchtlichen Sammlung von Medaillen in allen Classen und von allem Metall, auch einiger 100 Stück seltner Thaler mit Anmerkungen von Johann Friedrich Hauschild, Dresden 1805, 414 f.: "Rev. ille iocatus amatur. Die halbliegende Venus liebkoset den zu ihren fliegenden Cupido, unten liegt Bogen und Köcher."