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Leopold I., 1657-1705. 10 Dukaten 1692, Wien. 34,64 g. Fb. 258; Herinek 13.

HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
RÖMISCH-DEUTSCHES REICH

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Losnummer 3454




Schätzpreis: 50.000,00 €
Zuschlag: 130.000,00 €


Leopold I. 1657-1705.
10 Dukaten 1692, Wien. 34,64 g. LEOPOLDVS Û D Ù G Ù - Ú ROM Ù IMP Ù S Ù A Ù GER Ù HV Ù BO Ù REX Û Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz, umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies//e ARCHIDVX e AVST e - DVX e BVR e COM e TYR e 16 - 92 Gekrönter Doppeladler mit Schwert und Zepter in den Fängen, auf der Brust Wappenschild, umgeben von der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, unten Kartusche mit der Signatur MM (Matthias Mittermayer, Münzmeister in Wien 1679-1699). Fb. 258; Herinek 13.

GOLD. Von größter Seltenheit. Wahrscheinlich 3. bekanntes Exemplar. Sehr attraktives Exemplar, min. Randfehler, vorzüglich

Herinek kannte nur das Exemplar des Wiener Münzkabinetts.

Leopold, zweiter Sohn von Kaiser Ferdinand III. und Maria Anna von Spanien, *09.06.1640 Wien, Ó05.05.1705 Wien, war zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, wurde dann aber 1656 zum König von Böhmen und 1658 zum deutschen Kaiser gekrönt. In seiner langen Regierungszeit verfolgte seine Politik zwei Ziele: Spanien den deutschen Habsburgern zu gewinnen und auch Ungarn zu rekatholisieren. Das erste verwickelte ihn in langwierige Kriege mit Frankreich. Der Versuch, Ungarn zu rekatholisieren, rief wiederholt Aufstände hervor; die Ungarn suchten Hilfe bei den Türken. So kamen die Bündnisse Ludwigs XIV. mit den Türken gegen das Reich zustande, was die Türkenkriege zur Folge hatte. Zwar erfochten Leopolds bedeutende Feldherren (u. a. Prinz Eugen von Savoyen, Ludwig Wilhelm von Baden - der "Türkenlouis") immer wieder glänzende Siege, doch zerrüttete diese Politik Wirtschaft und Finanzen. In Deutschland legte Leopold I. damit den Keim für den weiteren Zerfall des Reiches, in dem die größeren Territorialstaaten, insbesondere Brandenburg-Preußen, immer stärker wurden. So legte der Kaiser selbst den Grundstein für den späteren "Dualismus", der Österreich im 19. Jahrhundert dem engeren deutschen Raum entfremden sollte.