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Johann Georg I., 1615-1656. 6 Dukaten 1630, Dresden, Fb. 2697; Slg. Whiting - (zu 111, dort als 5 Dukaten); Clauß/Kahnt 307; Brozatus -.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
SACHSEN, SACHSEN, KURFÜRSTENTUM

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Losnummer 4175




Schätzpreis: 15.000,00 €
Mindestgebot: 12.000,00 €


Johann Georg I. 1615-1656.
6 Dukaten 1630, Dresden, auf die 100-Jahrfeier der Übergabe der Augsburger Konfession. 20,69 g. CONFESS Ù LUTHER Ù AUG Ù EXHIBITÆ SECULUM  Hüftbild Johann Georgs I. r. in Kurornat, mit der Rechten das Schwert schulternd, zu den Seiten IOH - GEOR, oben 16 - 30 - 25 Juny, unten vierfeldiges Wappen mit Mittelschild//NOMEN - DOMINI - TURRIS - FORTISSIMA Hüftbild Johanns des Beständigen r. in Kurornat, mit der Rechten das Schwert schulternd, zu den Seiten IOAN - NES, oben 15 - 30 - 25 Juny, in der Umschrift vier Wappenschilde (Meissen, Kursachsen, Thüringen und Sachsen).
Fb. 2697; Slg. Whiting - (zu 111, dort als 5 Dukaten); Clauß/Kahnt 307; Brozatus -.

GOLD. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Sehr attraktives Exemplar mit hübscher Goldpatina, sehr schön-vorzüglich

Das 100-jährige Jubiläum des Augsburger Bekenntnisses wurde aufgrund einer landesherrlichen Verfügung in ganz Kursachsen vom 25. bis 27. Juni 1630 feierlich begangen. In der Form entsprachen die Festivitäten im Prinzip jenen des Reformationsfestes von 1617. 

Die Augsburger Konfession war im Wesentlichen von Kursachsen initiiert worden. Am 25. Juni 1530 trug auf dem Augsburger Reichstag nach einer lateinischen Einführungsrede des ehemaligen kursächsischen Kanzlers Gregor Brück der junge kursächsische Kanzler Christian Beyer dem Kaiser Karl V. das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana) vor, das weitgehend von Melanchthon erarbeitet und von den protestantischen Reichsständen unterzeichnet war. Kurfürst Johann der Beständige, der hier (ähnlich wie Friedrich der Weise auf den Gedenkprägungen von 1617; siehe Nr. 489-491) als Vorgänger Johann Georgs I. vorgestellt wird, hatte den Auftrag zu einem Gutachten über die zwiespältigen Glaubensfragen erteilt.

Zu diesem Anlaß wurde in Dresden ein umfangreiches Spektrum von Gold- und Silbermünzen geprägt, das vom Mehrfachdukaten bis zum Achtelteiler reichte.