KURFÜRSTENTUM PFALZ (BIS 1777)
KURFÜRSTENTUM PFALZ (BIS 1777)
Meine Notizen
Beschreibung
II Provenienz: Aus dem Nachlaß von Wilhelm Pfalzgraf und Herzog von Zweibrücken-Birkenfeld zu Gelnhausen, seit 1799 Herzog in Bayern (1752-1837), an seinen Enkel Max Joseph Herzog in Bayern (1808-1888), weiter an dessen zweiten Sohn Carl Theodor Herzog in Bayern (1839-1909), weiter an dessen Erben.
Einen Tag nach der Vollendung seines 25-jährigen Regierungsjubiläums stiftete Carl (IV.) Philipp Theodor, Pfalzgraf und Kurfürst der Pfalz und Herzog zu Pfalz-Sulzbach (1724-1799, reg. seit 1742 als Kurfürst Carl IV. Theodor von der Pfalz, seit 1777 auch als Carl II. Theodor Kurfürst von Bayern) am 1. Januar 1768 den einklassigen Ritter- und Verdienstorden, der an einem Schulterband und ergänzt mit einem gestickten Bruststern getragen wurde. Pfalzgraf Wilhelm, Herzog von Zweibrücken zu Gelnhausen wurde am Tag der Stiftung in den Orden aufgenommen.
Durch seinen Regierungsantritt in Bayern 1777 wurde daraus ein kurfürstlich pfalzbayerischer Orden. Carl Theodors Nachfolger, König Maximilian I. Joseph von Bayern (1756-1825, reg. seit 1799 als Kurfürst Maximilian IV. Joseph und seit 1806 als König Maximilian I. Joseph) hob 1808 den Orden auf. Der 1866 gestiftete Königlich Bayerische Militärverdienstorden hat in der Gestaltung seiner Insignien Elemente des Ordens vom Pfälzer Löwen aufgenommen; der heutige Bayerische Verdienstorden des Freistaats Bayern sieht sich laut Angaben auf seiner Homepage in der Nachfolge des Ordens vom Pfälzer Löwen (und des Verdienstordens der Bayerischen Krone).