Leo III., 717-741 und Constantinus V. AV-Solidus, 735/741, Syrakus;
Leo III., 717-741 und Constantinus V. AV-Solidus, 735/741, Syrakus;
Meine Notizen
Beschreibung
Knapper Schrötling, min. Auflagen, fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 306, München 2015, Nr. 2404.
Lange Zeit dominierte in der Forschung auf Basis der byzantinischen Schriftquelle der Chronographia des Theophanes die Ansicht von bürgerkriegsartigen Zuständen in Byzanz zur Zeit des Bilderstreits, verursacht durch die massiven Verfolgungen unter den ikonoklastischen Kaisern Leo III. und seinem Sohn Constantinus V. Wahrscheinlich ist die Zeit im 8. Jahrhundert bis zum 7. Ökumenischen Konzil im Jahr 787 allerdings als eine Phase des Aufschwungs und der Stabilität in Byzanz anzusehen. Die angebliche Übernahme der päpstlichen Patrimonien in Sizilien (Patrimonium Petri) im Jahr 730/731 wegen der Verfolgungen der Ikonodulen basiert wahrscheinlich auf einem Irrtum des Chronisten. Vor allem der Gesandtenverkehr aus der Mitte des 8. Jahrhunderts spricht für eine einvernehmliche Übertragung der Patrimonien an Byzanz. Dazu: Brandes, W., Byzantinischer Bilderstreit, das Papsttum und die Pippinsche Schenkung. Neue Forschungen zum Ost-West-Verhältnis im 8. Jahrhundert, in: Falko Daim u. a. (Hgg.), Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen, Mainz 2018, S. 63-80.
Informationen zu Los 1014 aus Frühjahrs-Auktion 438
| Nominal/Jahr | AV-Solidus, 735/741, |
|---|---|
| Münzstätte | Syrakus; |
| Gewicht | 3,95 g |
| Zitate | DOC 45; Sear 1524; d'Andrea/Costantini/Torno Ginnasi 759 |