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Augustus, 30 v.-14 n. Chr. Õ-Denar, 5, Lugdunum oder Rom; 3.44 g. BMC 537; Coh. 43; RIC² 211.

ROMAN COINS
MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Lot number 4167




Estimated price: 100.00 €
Hammer-price / sale price: 105.00 €


Augustus, 30 v.-14 n. Chr.
Õ-Denar, 5, Lugdunum oder Rom; 3.44 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Gaius und Lucius Caesares stehen v. v. mit Speeren und Schilden, darüber Simpulum, Lituus und X.
BMC 537; Coh. 43; RIC² 211.

R Scharf gereinigt, sehr schön

Beim vorliegenden Stück ist der Schild des älteren Bruders Gaius (dessen Position durch das Simpulum gekennzeichnet ist) hinter dem Schild des Lucius. Dies ist untypisch und selten, im Normalfall ist der Schild des Gaius Caesar vorne.
Das Stück feiert, wie Reinhard Wolters nachweisen konnte, die lex Valeria Cornelia und wurde 5 n. Chr. entweder in Lugdunum für ein stadtrömisches Publikum oder möglicherweise sogar in Rom selbst geprägt. Das Gesetz bestimmte die Einrichtung von 10 Wahlzenturien zur Vorwahl der Konsuln und Prätoren. Das X auf dem Revers und die Wahl des Gaius/Lucius-Typs noch nach dem Tode der Enkel des Augustus erklärt sich dadurch, daß die 10 Zenturien nach Gaius und Lucius Caesares benannt wurden. Siehe zur Datierung, Deutung und Münzstätte Wolters, Gaius und Lucius Caesares als designierte Konsuln und principes iuventutis. Die lex Valeria Cornelia und RIC I² 205 ff. in: Chiron 32 (2002), S. 297 ff.