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Städte, Genf. Bronzemedaille 1896

MEDAILLEN
AKT UND EROS IN DER NUMISMATIK, Personifikationen geographischer Art

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Lot number 8318




Estimated price: 50.00 €
Minimum bid 50.00 €


Städte, Genf.
Bronzemedaille 1896, von Giuseppe Chiattone, auf die Schweizerische Nationalausstellung in Genf. Links im Feld GENÈVE / 1896, rechts im Feld EXPOSITION / NATIONALE / SUISSE; auf einer steinernen Sitzbank (Exedra) sitzt en face die halbnackte Personifikation der Stadt Genf (Geneva), die in ihrer gesenkten Rechten einen Ölzweig hält, mit der erhobenen Linken den Ast eines hinter ihr stehenden Baumes fasst. Rechts neben ihr steht der Wappenschild der Stadt Genf, links neben ihr der der Schweiz, auf der Stirnseite der Stufe, auf der sie steht, ist POST TENEBRAS / LUX (Nach den Schatten [wieder] Licht) zu lesen; auf der oberen Kante der Stufe steht A. MEYER INV(enit) MOD(ellavit), über dem Schweizer Wappenschild G. H.//Darstellung des Palais des Beaux-Arts/Kunstpalast in Genf, der zum Ausstellungsgelände gehörte, darunter eine von Lorbeer umgebene Tafel mit der Aufschrift PERRON-BRUNET, am unteren linken Rand in Umschrift G(iuseppe) CHIATTONE INV(enit), am unteren rechten Rand GEORGES HANTZ FEC(it). 45,07 mm; 39,74 g.


Mattiert. Fast prägefrisch

Exemplar der Auktion Möller 64, Kassel 2014, Nr. 1428.

Die halbnackte Frau ist deshalb sicher mit der Geneva zu identifizieren, weil auf der Stufe unter ihren Füßen die Devise der Stadt Genf, die das Stadtwappen (Reichsadler und Petrusschlüssel des Bischofs) ergänzt, zu lesen ist. "Post tenebras lux" ist eine Kurzform eines Satzes aus dem Buch Hiob 17, 12: "et rursum post tenebras spero lucem" (Und wiederum nach den Schatten hoffe ich auf Licht). Das Motto machten sich die Genfer Calvinisten zu eigen und bezogen das Dunkel auf den Katholizismus. Das Motto ist auch auf dem Genfer Reformationsdenkmal zu lesen.