Auktion 446
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Los 2292
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Los 2292
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Los 2292
24.09.2026
08:00 Uhr
HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH
Ferdinand II., 1592-1618-1637. 20 Dukaten 1622, Klagenfurt.
Versteigert
24.09.2026
08:00 Uhr
HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH
Ferdinand II., 1592-1618-1637. 20 Dukaten 1622, Klagenfurt.
Schätzpreis : 100.000 €
Zuschlag
170.000 €
Meine Notizen
Beschreibung
Ferdinand II., 1592-1618-1637. 20 Dukaten 1622, Klagenfurt. 69,53 g e FERDINANDVS Û II Û D Ù G - RO Ù IMP Ù S Ù A Ù GE Ù HV Ù TE(ligiert) Û BO Ù REX Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit großer Halskrause, umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, am Armabschnitt die Jahreszahl 16ZZ, umher kleine bogenartige Verzierung//Û ARCHI Ù AVSTRIÆ Û TE(ligiert) Û CAR - INTHIÆ Û DVX Û BVRG Ù ZC Ù Gekrönter Doppeladler mit Kopfscheinen und zwischen den Hälsen Reichsapfel, in den Fängen Schwert und Zepter, auf der Brust mehrfeldiges Wappen, umher die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, umher kleine bogenartige Verzierung, unten in der Umschrift gekröntes, zweifeldiges Wappen (Kärnten). Fb. 126 (Rare, dort ungenau beschrieben); Herinek 2.
GOLD. Von allergrößter Seltenheit und großer numismatischer Bedeutung. Neben dem Exemplar in Slg. Horsky wohl das 2. bekannte Exemplar. Feine Goldtönung, kl. Randfehler, sehr schön-vorzüglich
Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.
Erworben 1949 von den Erben des Oberlandesgerichtsrats Dollinger.
Bei dem vorliegenden 20 Dukatenstück handelt es sich um eines der äußerst seltenen Mehrfachdukatenstücke aus der Münzstätte Klagenfurt. Aus der Regierungszeit Ferdinands II. existieren darüber hinaus nur noch 10 Dukaten 1621 (Herinek 19) und aus seiner Zeit als Erzherzog 8 Dukaten 1618 (Herinek 1). Überhaupt wurden in Klagenfurt nur für kurze Zeit Münzen geprägt. Die zentrale Münzstätte Kärntens war über viele Jahrhunderte hinweg St. Veit. Der Regierungsantritt Erzherzog Ferdinands nach dem Brüsseler Vertrag vom 7. Februar 1522 brachte für das Kärntner Münzwesen gravierende Veränderungen mit sich. Schnell widmete sich der Erzherzog der Neuordnung des Münzwesens in den Erblanden und verhandelte dazu mit den Ständen und Landschaften. Die Kärntner Landschaft strebte dabei die Erlangung eines selbstständigen Münzrechtes an, was jedoch von Erzherzog Ferdinand abgelehnt wurde. Stattdessen richtete er in Klagenfurt eine landesfürstliche Münze ein, die ab 1529 den Landständen auf Widerruf verpachtet wurde. Damit löste Klagenfurt für fast ein Jahrhundert die Münzstätte St. Veit ab – 1622 endete die dortige Münzprägung und die Münze in St. Veit wurde wiedereröffnet. Dort wurden in den Jahren 1627, 1628 und 1632 noch einige Mehrfachdukaten hergestellt. Einfache Dukaten wurden unterdessen während der ganzen Existenz der Münzstätte Klagenfurt geprägt, Mehrfachdukaten kommen dagegen nur vereinzelt vor: Aus den Regierungsjahren Erzherzog Karls liegen zudem ein Doppeldukat 1587 sowie 8 Dukaten 157Z und 10 Dukaten 157Z vor. Für die Regierungszeit Ferdinands I. ist zudem ein Goldabschlag zu 12 Dukaten des Talers 1532 bekannt.
GOLD. Von allergrößter Seltenheit und großer numismatischer Bedeutung. Neben dem Exemplar in Slg. Horsky wohl das 2. bekannte Exemplar. Feine Goldtönung, kl. Randfehler, sehr schön-vorzüglich
Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.
Erworben 1949 von den Erben des Oberlandesgerichtsrats Dollinger.
Bei dem vorliegenden 20 Dukatenstück handelt es sich um eines der äußerst seltenen Mehrfachdukatenstücke aus der Münzstätte Klagenfurt. Aus der Regierungszeit Ferdinands II. existieren darüber hinaus nur noch 10 Dukaten 1621 (Herinek 19) und aus seiner Zeit als Erzherzog 8 Dukaten 1618 (Herinek 1). Überhaupt wurden in Klagenfurt nur für kurze Zeit Münzen geprägt. Die zentrale Münzstätte Kärntens war über viele Jahrhunderte hinweg St. Veit. Der Regierungsantritt Erzherzog Ferdinands nach dem Brüsseler Vertrag vom 7. Februar 1522 brachte für das Kärntner Münzwesen gravierende Veränderungen mit sich. Schnell widmete sich der Erzherzog der Neuordnung des Münzwesens in den Erblanden und verhandelte dazu mit den Ständen und Landschaften. Die Kärntner Landschaft strebte dabei die Erlangung eines selbstständigen Münzrechtes an, was jedoch von Erzherzog Ferdinand abgelehnt wurde. Stattdessen richtete er in Klagenfurt eine landesfürstliche Münze ein, die ab 1529 den Landständen auf Widerruf verpachtet wurde. Damit löste Klagenfurt für fast ein Jahrhundert die Münzstätte St. Veit ab – 1622 endete die dortige Münzprägung und die Münze in St. Veit wurde wiedereröffnet. Dort wurden in den Jahren 1627, 1628 und 1632 noch einige Mehrfachdukaten hergestellt. Einfache Dukaten wurden unterdessen während der ganzen Existenz der Münzstätte Klagenfurt geprägt, Mehrfachdukaten kommen dagegen nur vereinzelt vor: Aus den Regierungsjahren Erzherzog Karls liegen zudem ein Doppeldukat 1587 sowie 8 Dukaten 157Z und 10 Dukaten 157Z vor. Für die Regierungszeit Ferdinands I. ist zudem ein Goldabschlag zu 12 Dukaten des Talers 1532 bekannt.
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Informationen zu Los 2292 aus Auktion 446
| Nominal/Jahr | 20 Dukaten 1622, |
|---|---|
| Münzstätte | Klagenfurt. |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit und großer numismatischer Bedeutung. |
| Gewicht | 69,53 g |
| Zitate | Fb. 126 (Rare, dort ungenau beschrieben); Herinek 2 |