Auktion 445
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Los 293
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Los 293
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Los 293
22.09.2026
12:00 Uhr
HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH
Maximilian I., 1490-1519. Doppelter Schauguldiner 1509, Hall,
Versteigert
22.09.2026
12:00 Uhr
HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
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RÖMISCH-DEUTSCHES REICH
Maximilian I., 1490-1519. Doppelter Schauguldiner 1509, Hall,
Schätzpreis : 10.000 €
Zuschlag
15.000 €
Meine Notizen
Beschreibung
Maximilian I., 1490-1519. Doppelter Schauguldiner 1509, Hall, auf die Annahme des Kaisertitels. Stempel von Ulrich Ursentaler. g (umgeben von fünf Punkten) MAXIMILIANVS Û DEI Û GRA Û ROM Û IMP Ü SEMP Ù AVG Û ARCHIDVX Û AVSTRIE Der geharnischte Kaiser mit Helm und Bügelkrone reitet r., in der Rechten die Reichsadlerfahne, unten die Jahreszahl I509//g PLVRIVMQ ° EVROPE ° PROVIyCIARÆ ° REX ° ET ° PRIyCEPS ° POTEyTISIM Gekrönter Reichsadlerschild, umher die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, zu den Seiten gekröntes Wappen von Ungarn und der mit dem Erzherzogshut bedeckte österreichische Bindenschild, unten die Wappenschilde von Neapel, Dalmatien, Portugal, Böhmen und England sowie zwei Feuereisen, außen umher ein Wappenkranz aus weiteren 19 Schilden (Alt-Österreich, Burgund, Flandern, Brabant, Holland, Lothringen, Artois, Limburg, Luxemburg, Seeland - Cilli, Österreich ob der Enns, Elsaß, Krain, Habsburg, Schwaben, Tirol, Kärnten, Steiermark). 33,23 mm; 61,05 g. Dav. 282 a; Egg S. 156, 13; M./T. - (vgl. 82, dort als Goldabschlag); Winter 36 a.
Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Ungewöhnlich sauber ausgeprägtes Exemplar. Hübsche Patina, winz. Sammlerpunze im Rand, vorzüglich
Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.
Erworben 1951 von Witzelsberger.
Egg bemerkt in seinem Werk über die Münzen Kaiser Maximilians, dass das Schaustück von 1509 in den folgenden Jahren scheinbar immer wieder geprägt wurde. Als sich der Kaiser 1517 in den Niederlanden aufhielt, forderte er drei Stempeleisen der Haller Münze an, um dort Ehrenpfennige prägen zu können. Nach langem Zögern sandte die Tiroler Regierung schließlich drei Eisen, die sie aber mit einer Rosette auf der Vorderseitendarstellung kenntlich machte. Die Krönungsdoppelguldiner sind typische Repräsentationsstücke und Propagandagepräge. Der Kaiser im Harnisch zu Pferd entspricht der Idee des großen Maximiliandenkmals in St. Ulrich und Afra in Augsburg, das nie vollendet wurde, aber in vielen Zeichnungen und Holzschnitten erhalten ist. Die Rückseite mit den Wappen der sieben Königreiche und 19 Länder ist eines der vielen Beispiele für die Absicht Maximilians, durch Wappenkombinationen Eindruck zu machen und sein Selbstverständnis als König vieler Provinzen Europas und mächtigster Fürst zu dokumentieren.
Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Ungewöhnlich sauber ausgeprägtes Exemplar. Hübsche Patina, winz. Sammlerpunze im Rand, vorzüglich
Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.
Erworben 1951 von Witzelsberger.
Egg bemerkt in seinem Werk über die Münzen Kaiser Maximilians, dass das Schaustück von 1509 in den folgenden Jahren scheinbar immer wieder geprägt wurde. Als sich der Kaiser 1517 in den Niederlanden aufhielt, forderte er drei Stempeleisen der Haller Münze an, um dort Ehrenpfennige prägen zu können. Nach langem Zögern sandte die Tiroler Regierung schließlich drei Eisen, die sie aber mit einer Rosette auf der Vorderseitendarstellung kenntlich machte. Die Krönungsdoppelguldiner sind typische Repräsentationsstücke und Propagandagepräge. Der Kaiser im Harnisch zu Pferd entspricht der Idee des großen Maximiliandenkmals in St. Ulrich und Afra in Augsburg, das nie vollendet wurde, aber in vielen Zeichnungen und Holzschnitten erhalten ist. Die Rückseite mit den Wappen der sieben Königreiche und 19 Länder ist eines der vielen Beispiele für die Absicht Maximilians, durch Wappenkombinationen Eindruck zu machen und sein Selbstverständnis als König vieler Provinzen Europas und mächtigster Fürst zu dokumentieren.
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Informationen zu Los 293 aus Auktion 445
| Nominal/Jahr | Doppelter Schauguldiner 1509, |
|---|---|
| Münzstätte | Hall, |
| Seltenheit | Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. |
| Zitate | Dav. 282 a; Egg S. 156, 13; M./T. - (vgl. 82, dort als Goldabschlag); Winter 36 a |