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Leopold I., 1657-1705. 5 Dukaten 1671 NB, Nagybánya. 17.36 g. Fb. 132; Herinek 129.

HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
RÖMISCH-DEUTSCHES REICH

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Номер лота 6414




Оценочная цена: 25 000.00 €
Присуждение: 90 000.00 €


Leopold I. 1657-1705.
5 Dukaten 1671, NB, Nagybánya. 17.36 g. Goldabschlag von den Stempeln des 1/2 Reichstalers. É LEOPOLD ÛÛÛ RO ÛÛÛ AU Û GE Û HU Û BOH Û REX Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz, umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies//ARCHIDVX Û AU Û DUX Û BURG Û COM Û TYR Û 1671 Gekrönter Doppeladler mit Schwert und Zepter in den Fängen, auf der Brust gekröntes, vierfeldiges Wappen mit Mittelschild, umher die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, unten zu den Seiten die geteilte Münzstättensignatur N - B.
Fb. 132; Herinek 129.

GOLD. Von größter Seltenheit. Attraktives Exemplar mit feiner Goldpatina, winz. Probierspur am Rand, winz. Kratzer, sehr schön-vorzüglich

Leopold, zweiter Sohn von Kaiser Ferdinand III. und Maria Anna von Spanien, *1640 in Wien, Ó1705, war zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, wurde dann aber 1656 zum König von Böhmen und 1658 zum deutschen Kaiser gekrönt. In seiner langen Regierungszeit verfolgte seine Politik zwei Ziele: Spanien den deutschen Habsburgern zu gewinnen und auch Ungarn zu rekatholisieren. Das erste verwickelte ihn in langwierige Kriege mit Frankreich. Der Versuch, Ungarn zu rekatholisieren, rief wiederholt Aufstände hervor; die Ungarn suchten Hilfe bei den Türken. So kamen die Bündnisse Ludwigs XIV. mit den Türken gegen das Reich zustande, was die Türkenkriege zur Folge hatte. Zwar erfochten Leopolds bedeutende Feldherren (u. a. Prinz Eugen von Savoyen, Ludwig Wilhelm von Baden - der "Türkenlouis") immer wieder glänzende Siege, doch zerrüttete diese Politik Wirtschaft und Finanzen. In Deutschland legte Leopold I. damit den Keim für den weiteren Zerfall des Reiches, in dem die größeren Territorialstaaten, insbesondere Brandenburg-Preußen, immer stärker wurden. So legte der Kaiser selbst den Grundstein für den späteren "Dualismus", der Österreich im 19. Jahrhundert dem engeren deutschen Raum entfremden sollte.