Am 31. Januar 2019 wurden die 3 Platinrubel von Zar Nikolaus I. im Rahmen der Berliner Auktion Nr. 316 (Losnummer 982-984) versteigert.
Besonders spannend sind die Jahrgänge 1839 und 1840, die als größte Raritäten gelten! Nur wenige Exemplare existieren heute noch, was sie für Sammler unglaublich wertvoll macht. Die Prägung war technisch anspruchsvoll: Das verwendete Material hatte oft Abweichungen in Masse und Feingehalt. Trotz ihrer Seltenheit konnten sich diese Münzen im Umlauf nicht durchsetzen und wurden schnell wieder an den Staat zurückgegeben.
Die Ikonographie der Münzen ist ebenfalls bemerkenswert – sie zeigen das Staatswappen mit den Provinzen Russlands und heben sich durch ihre schlichte Eleganz hervor. Der leidenschaftliche Sammler Emmerich Hutten-Czapski trug zur Dokumentation dieser Stücke bei, während Großherzog Georgy Mikhailovich Romanow eine beeindruckende Sammlung aufbaute.
Nach dem Ende der Prägung im Jahr 1845 verschwanden viele Münzen durch Einschmelzung oder blieben in privaten Sammlungen verborgen. Die drei hier angebotenen Platinrubel tauchten erst Jahrzehnte später wieder auf und haben eine aufregende Geschichte hinter sich – von Innsbruck bis zum Smithsonian Institute! Ihre Entstehungsgeschichte ist ein spannendes Kapitel der Numismatik, das zeigt, wie eng Geldgeschichte mit technologischen Entwicklungen verbunden ist.
Die 1839er Platinruble
In der Broschüre, die wir anlässlich der Versteigerung der drei äußerst seltenen Platinrubel von Zar Nikolaus I. veröffentlicht haben, erzählen wir Ihnen sowohl die Geschichte der Platinprägung, aber zeigen Ihnen auch die außergewöhnlchen Sammlerstationen dieser drei Stücke auf. Zu den bedeutenden Sammlerstationen gehören Emmerich Hutten-Czapski und Großfürst Georgy Mikhailovich Romanow.
Berlin Auktion 316
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Künker@YouTube
In einem kurzen Film stellen wir Ihnen die Serie von Platinrubeln vor, die wir in unserer Auktion 316 angeboten haben. Insbesondere die drei Stücke von Jahr 1839 aus den Sammlungen von Emmerich Hutten-Czapski und des russischen Großfürsten Georgi Michailowitsch.
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