1.378 Losnummern mit einer Gesamtschätzung von 960.000 Euro, das sind die beiden eLive Premium Auctions 430 und 431. Sowohl zum 4. Teil der Sammlung Lodewijk S. Beuth, die in Zusammenarbeit mit Laurens Schulman B.V. durchgeführt wird, als auch zur Sammlung Gerhard Lambert gibt es einen gedruckten Auktionskatalog. Die Münzen können im Rahmen unserer Herbst-Auktionen vom 7. bis zum 9. Oktober in Osnabrück besichtigt werden.
Eigentlich genügt für diejenigen, die sich mit Banknoten und ihren Preisen auskennen, eine Kennzahl: Es handelt sich um 363 Losnummern mit einer Gesamtschätzung von 368.000 Euro, also um eine Durchschnittsschätzung von mehr als 1.000 Euro! Mit anderen Worten: Auch der 4. Teil der Banknotensammlung von Lodewijk S. Beuth ist nichts anderes als hochklassig. Im Bereich der Banknoten gelang es dem Sammler Beuth in seiner langen Sammeltätigkeit ebenfalls eine Reihe von extrem bedeutenden Objekten zu erwerben – in der Erhaltung, in der sie zur Verfügung standen. Wenn Beuth wählen konnte, kaufte er das bessere Stück und ersetzte ein schlechter erhaltenes Exemplar. Aber bei vielen Seltenheiten hatte er nur die Wahl zwischen diesem Stück oder gar keinem.
Umso erfreulicher ist es, wenn Seltenheit und gute Erhaltung zusammenfallen, so wie bei den drei Banknoten mit handschriftlich ergänzten Unterschriften und Seriennummern, die wahrscheinlich aus einem Abschiedsgeschenk an den niederländischen Finanzminister Floris Adriaan van Hall stammen. Floris Adriaan van Hall ist jedem geschichtsbewussten Niederländer ein Begriff. Er rettete mit einer freiwilligen Anleihe in Höhe von 127 Millionen Gulden das Land 1844 vor dem Staatsbankrott. Wobei, so ganz freiwillig war die Staatsanleihe nicht. Jeder wusste, dass – sollte die Summe nicht zusammenkommen – eine Zwangssteuer die Staatsanleihe ersetzen würde. Man sprach damals vom „Stock hinter der Tür“. Die Pläne van Halls waren nicht nur riskant, sondern auch umstritten. König Wilhelm II. soll einmal zu ihm darüber gesagt haben: „Es könnte mich meinen Thron kosten.“ van Hall antwortete: „Und mich meinen Kopf.“
Alle Banknoten wurden von PMG gegradet.
Gerhard Lambert ist Münzsammler in dritter Generation. Schon sein Großvater interessierte sich für die Numismatik. Sein Vater begeisterte sich für das Thema Salzburg, und Gerhard Lambert setzte dessen Interessen mit einer eigenen Sammlung fort. So dürfen Sie sich nun auf ein Ensemble freuen, das wie jede gute, alte Sammlung alles hat: Spitzenstücke von größter Seltenheit und in bester Erhaltung genau wie all jene durchschnittlichen Stücke, die jeder echte Salzburg-Sammler für seine Sammlung braucht.
Die 1.014 Lose sind mit rund 600.000 Euro geschätzt – und die Schätzungen reichen vom zwei- bis zum fünfstelligen Bereich. Es ist also für jeden Salzburg-Sammler das Richtige dabei.
Dass dieses Sammelgebiet spannend ist, und seine Prägungen ein wunderbares Dokument für die Macht, den Reichtum und die Kulturbeflissenheit der Salzburger Bischöfe darstellen, das wissen alle, die bereits Salzburg sammeln. Und wer es noch nicht tut, lässt sich vielleicht von den wunderschönen Münzen und Medaillen, die in diesem Katalog versammelt sind, überzeugen. Übrigens, auch wenn wir in diesem Vorbericht hauptsächlich Goldmünzen abbilden, sind die Silbermünzen in der Sammlung in weitaus größerer Zahl vertreten.