In unserer eLive Premium Auction 426 haben Sie vom 7.-8. Juli 2025 eine weitere Chance, interessante Prägungen zu günstigen Schätzungen zu erwerben. Hier gibt es etliche Lose, deren Startpreis im zweistelligen Bereich liegt, auch wenn man sich bei vielen Stücken vorstellen kann, dass der Zuschlag wesentlich höher ausfallen wird.
Die Auktion beginnt mit einer kleinen Partie von Münzen und Medaillen aus dem europäischen Ausland. Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Polen – wenn Sie eines der Gebiete sammeln, sollten Sie einen Blick in den Auktionskatalog werfen.
Interessieren Sie sich für die Prägungen der Habsburger? Dann finden Sie in Katalog 426 eine reiche Auswahl. Beginnend mit Ferdinand I., entdeckt der Spezialsammler Guldiner und Taler – darunter Mehrfach- und Teilstücke – in ansprechender Erhaltung. Darunter befinden sich auch große Seltenheiten. Sie kommen aus den vielen unterschiedlichen Münzstätten des Habsburger Reichs: aus Budweis, Breslau, Brüssel, Ensisheim, Graz, Günzburg, Hall, Klagenfurt, Kremnitz, Kuttenberg, Nagybánya, Prag, St. Veit und natürlich aus Wien. Das zeitliche Spektrum reicht bis zu etlichen Prägungen von Kaiser Franz Joseph. Es folgen die Prägungen der österreichischen Geistlichkeit. Vor allem Salzburg ist mit vielen Münzen vertreten.
Wer Medaillen mag und deutsche Münzen mit außergewöhnlichen Rückseiten, der wird sich an dem Angebot gar nicht sattsehen können. Nehmen wir als Beispiel die beliebten bayerischen Geschichtstaler. Ihre Sammler finden davon in eLive Premium Auction 426 eine reiche Auswahl, auch mit den selteneren Typen und Proben. Preußen ist ebenfalls mit einer reichen Auswahl an Münzen und vor allem spannenden Medaillen vertreten. Sie feiern die militärischen Erfolge des großen Aufsteigers des 18. Jahrhunderts. Frühe Taler und sogar Löser stehen für Braunschweig; und auch Münster ist reich mit prachtvollen Talern vertreten. Besonders bemerkenswert ein doppelter Schautaler, der die Geburt Jesu und die Darbringung im Tempel thematisiert. Natürlich gibt es wieder, wie inzwischen bei Künker üblich, eine reiche Auswahl an sächsischen Münzen und Medaillen der verschiedenen Linien. Und das waren nur einige Stichpunkte. Es lohnt sich, genauer hinzusehen.
Ein Thema, das sich durch die gesamte Auktion durchzieht, ist uns aus den aktuellen Medien wohl vertraut: die Sedisvakanz, also jener Zustand, der eintritt, wenn ein geistlicher Fürst verstorben ist und sein Nachfolger das Amt noch nicht übernommen hat. In jedem Bistum war genau geregelt, wer in so einem Fall die Geschäfte führte. Zu den Kompetenzen des Stellvertreters gehörte es, über die Münzhoheit zu verfügen – vor allem wenn die Wahl länger dauerte als die vier Wahlgänge, die wir kürzlich in Rom miterlebten. Gerne wurde diese Zeit genutzt, um Münzen oder Medaillen auf die Sedisvakanz prägen zu lassen. Eine reiche Auswahl davon findet sich in eLive Premium Auction 426. Sie zeigen alle den reichen Bilderschatz, der mit einer Sedisvakanz in Verbindung gebracht wurde. Dazu gehören vor allem die heiligen Patrone des Bistums. Wir sehen den hl. Martin für Mainz bzw. den hl. Rudbertus und Virgil auf einer Salzburger Medaille. Dort sind die Heiligen umgeben von den Wappen all derer, die im Domkapitel über die Wahl des neuen Bischofs entschieden. Diese Wappen kommen häufig vor, so auch auf den Prägungen von Bamberg, Eichstätt und Speyer. Bei den ersten beiden Medaillen steht übrigens der leere Bischofsstuhl für die Sedisvakanz – eine wörtliche Umsetzung des Begriffs. Schließlich heißt das lateinische Wort nichts anderes als dass der Bischofsstuhl – sedis – leer steht – vacat.
eLive Premium Auction 426
Europäische und deutsche Münzen und Medaillen des 16.-20. Jahrhunderts
Zeitplan
Auktionsauftrag
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