Pressespiegel
Pressespiegel zu unseren Frühjahrs-Auktionen 438-441 in 2026
Münchener Merkur, Oberbayrisches Volksblatt und Mainpost berichten über Goldmedaillen
Unsere Frühjahrs-Auktionen boten wieder bundesweit Anlass zur Berichterstattung in Tageszeitungen vom Tegernsee bis nach Halle an der Saale
Von Halle über Würzburg bis hin zum Tegernsee – unsere Frühjahrs-Auktionen hatten wieder besondere Stücke in der Versteigerung, die gern von drei großen Tageszeitungen aufgegriffen wurden. Besonderes Interesse erweckte ein 225 Gramm schweres Sammlerstück aus Gold, der Hubertusorden am Bande von 1767. Er stammt aus dem Nachlass der Herzöge in Bayern und wurde einst dem erst 16-jährigen Wilhelm Pfalzgraf und Herzog von Zweibrücken-Birkenfeld zu Gelnhausen vom damaligen Kurfürst Carl Theodor von Pfalz-Neuburg verliehen – als Zeichen seiner besonderen Wertschätzung. Wilhelm spielte eine wichtige Rolle in der europäischen Geschichte, indem er die familiäre Linie begründete, aus der später Sisi hervorging, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Wilhelm Herzog in Bayern ist Sisis Urgroßvater. Am Tegernsee fand er seine letzte Ruhestätte. Der Münchener Merkur berichtete in seiner am Tegernsee erscheinenden Ausgabe darüber und zitierte Dr. Andreas Kaiser, um die besondere Faszination dieses Stückes zu erklären: „Dieser Orden erzählt Geschichte. Er wurde von Generation zu Generation in der Familie der Herzöge in Bayern weitergereicht. Höchstwahrscheinlich hat auch Sisis Vater Max Joseph ihn in Händen gehalten.“ Der Münchener Merkur recherchierte sogar den Ausgang der Versteigerung und aktualisierte die Berichterstattung im Anschluss.

Auch das Oberbayrische Volksblatt berichtete darüber: Der kurfürstlich pfälzische Hausritterorden vom heiligen Hubertus zählt zu den bedeutendsten Orden der deutschen Staaten. Er wurde ursprünglich am 3. November 1444 von Gerhard II. von Jülich-Berg gestiftet und im Jahr 1708 durch Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg erneuert. Zu seinen Trägern zählten im Laufe der Zeit zahlreiche europäische Herrscher und Feldherren. Er schmückte die Brust von Kaiser Karl VI. und Napoleon, von Prinz Eugen und den Feldmarschällen Suworow und Radetzky, von Maria Theresias Ehemann Franz Stephan und König Georg IV. von Großbritannien.

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Um internationale Wissenschaftsgeschichte dreht es sich bei dem anderen Exemplar aus Gold, das es in die Mainpost schaffte. Bis heute richtet sich der Blick der internationalen naturwissenschaftlichen Elite regelmäßig nach Halle an der Saale – zur Verleihung der Cothenius-Medaille, einer der traditionsreichsten Auszeichnungen für Naturwissenschaftler weltweit. Ein äußerst seltenes historisches Exemplar, das 1893 dem bedeutsamen Physiologen Adolf Eugen Fick überreicht wurde, versteigerten wir im Rahmen der Frühjahrs-Auktionen. „Er sorgte dafür, dass das Physiologische Institut in Würzburg Ende des 19. Jahrhunderts weltweite Anerkennung erlangte“, schreibt die Mainpost und ordnet den ehemaligen Preisträger damit als bedeutende Figur Würzburger Wissenschaftsgeschichte ein. Die Cothenius-Medaille wurde von Christian Andreas Cothenius (1708 – 1789) gestiftet, Leibarzt von Friedrich II. und Reorganisator des preußischen Lazarettwesens. Cothenius vermachte der Leopoldinisch-Carolinischen Akademie, deren Vizepräsident er zu der Zeit war, 1.000 Taler in Gold, um herausragende Wissenschaftler zu ehren. Die Vorderseite der Medaille zeigt die Büste des Stifters Cothenius in Gehrock und mit Perücke mit Hinweis auf seine Tätigkeit als königlicher Leibarzt. Die Initialen „I.A.“ verweisen auf den Stempelschneider Jakob Abraham, einen jüdischen Medailleur in königlichen Diensten. Die Rückseite trägt die Widmung „Als Anerkennung der Tüchtigkeit derer, die das Wohl der Sterblichen fördern“. Aufgrund der ursprünglich nicht eingeplanten Personalisierung wurde der Name des Geehrten – Adolf Eugen Fick – am Rand eingraviert. Diese nachträgliche Gravur macht jedes Exemplar zu einem individuellen Zeugnis der Wissenschaftsgeschichte. Adolf Eugen Fick (1852 – 1937) erlangte vor allem durch die nach ihm benannten Diffusionsgesetze internationale Bekanntheit. Mit ihnen beschrieb er mathematisch die Bewegung von Stoffen durch Membranen – eine bis heute grundlegende Theorie für Physik, Chemie, Biologie und Medizin. Seine Forschungsergebnisse gelten als Fundament für das Verständnis des Stofftransports in lebenden Organismen und machten ihn zum Begründer der quantitativen Physiologie.

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