Sein numismatisches Wissen und das Interesse an der Wirtschaft unseres Landes brachten ihn auf den Gedanken der Reformierung des niederländischen Münzsystems – gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem sich der steigende Silberpreis dem Silberwert des damaligen Guldens und Reichtalers näherte. Denn aus dem Greshhamschen Gesetz geht hervor: „Schlechtes Geld verdrängt gutes Geld”. Somit bestand die Chance, dass die Silbermünzen aus dem Umlauf verschwinden, um umgeschmolzen zu werden. Um dem vorzubeugen, unterbreitete Beuth den Vorschlag, Silbermünzen rechtzeitig durch Exemplare aus Nickel zu ersetzen. Im Jahr 1967 war es dann soweit. Zudem hatte Beuth für die Einführung von Gedenkmünzen plädiert und die erste wurde geprägt, um dem Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Es war damals eine Münze zu einem Wert von 10 Gulden. Danach wurden auch Stücke zu 50 Gulden herausgegeben und die Tradition entsprechend erhalten.
Harderwijk, im Juli 2024
- Jahrbuch Nr. 42, 1955: Die Geschichte des Seeländischen Silberdukatens von 1659–1798 und dessen geheime Aufschriften
- Jahrbuch Nr. 43, 1956: Ein merkwürdiger Münzfund: Eine unbekannte Probeprägung des Reichstalers aus dem Jahr 1898.
- Jahrbuch Nr. 44, 1957: Goldene Reiter aus dem 18. Jahrhundert • Jahrbuch Nr. 45, 1958: Der halbe, viertel und achtel Seeländische Silberdukaten
Abschrift der Erinnerungen von Lodewijk S. Beuth an den Beginn seiner numismatischen Leidenschaft.
Wie ich zum Sammeln von Münzen kam
Zu Beginn des Jahres 1950 erhielt ich aus Den Haag einen Anruf von einem Schwager, der in einem Ministerium tätig war. Er teilte mir mit, dass der Hausbote drei goldene Zehner zum Verkauf anbot: einen von Willem I, einen mit „hängendem Haar“ und einen von Willem III. Er hatte im Krieg 400,- Gulden pro Stück dafür bekommen können, und er hatte eingesehen, dass sie nun weniger wert waren: „Was ich dafür ausgab“
Ich hatte niemals über Münzen nachgedacht, sondern lediglich eine Geschichte dazu gehört. Ein Bekannter, Herr Teszler – ein gebürtiger Ungar – hatte mir Folgendes erzählt: Er war als Jude im Krieg von den Deutschen an Ungarn ausgeliefert worden und hatte im Futter seiner Jacke goldene Münzen mitgeschmuggelt, von denen sie ein paar Jahre leben konnten.
1950 war die Zeit, zu der die Russen damit drohten, Westeuropa zu
überspülen. Ich hatte also durchaus etwas für goldene Münzen übrig und
informierte mich telefonisch bei dem mir damals noch unbekannten Herrn
J. Schulman zu den Preisen. Es erwies sich, dass ihm zuerst die
Jahreszahlen der Münzen bekannt sein müssen, dann benannte er mir damals
von jeder Münze den Einkaufs- und den Verkaufspreis. Mein Angebot lag
dazwischen, doch auf dieses Angebot ging der Bote nicht ein. Nun hatte
mich Schulman dazu eingeladen, bei ihm vorbeizukommen, und so beschloss
ich, goldene Münzen im Wert von 1.000,- Gulden zu kaufen (’kurrent’).
Ich erhielt eine ’durchschnittliche Qualität‘, doch wenn ich sie zu
sammeln beginnen würde, sollte ich sie kostenlos in die beste Qualität
umtauschen können.
Ich zögerte: Mir war bewusst – und dies äußerte ich auch gegenüber Schulman – dass ich mich intensiv damit befassen musste, während ich auch noch damit beschäftigt war, meine Versicherungsagentur aufzubauen, und dass mich mein Interesse zu einer Veröffentlichung führt und dies einen weiteren Einfluss auf die Münzen und all jenes ausübt, was damit im Zusammenhang steht! Dies war der Beginn. Dann muss noch bedacht werden, dass ein FDC-Exemplar des 3-Gulden Brüssel von Willem I, das ich um das Jahr 1951 mit der Sammlung Huizinga übernommen hatte (das damals durch Schulman mit 100,- Gulden taxiert worden war), bei der Auktion von Schulman im November 1971 … 20.000,- Gulden +15% einbrachte!
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Münzen der Niederlande von den Anfängen unter den Merowingern bis 1795
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Die Sammlung Lodewijk S. Beuth, Teil 3
Münzen der südlichen Niederlande - Das heutige Belgien und die niederländischen Provinzen Limburg und Nord-Brabant | Niederländische Notmünzen | Münzen der niederländischen Überseegebiete (1601-1795)
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The Lodewijk S. Beuth Collection, Part 4
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