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Ehrentitel "Held der Arbeit", verliehen an Erich Heller. Stern zum Ehrentitel, 4. Ausführung (Silber vergoldet, ohne Verleihungsnummer), 900er-Silber vergoldet, auf dem Revers Silberpunze "( 900" und Herstellerzeichen "MB" der Münze Berlin, an Trages

DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN
DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK, DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK (1949-1990)

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Losnummer 2063






Schätzpreis: 200,00 €
Zuschlag: 1.150,00 €


Ehrentitel "Held der Arbeit", verliehen an Erich Heller. Stern zum Ehrentitel, 4. Ausführung (Silber vergoldet, ohne Verleihungsnummer), 900er-Silber vergoldet, auf dem Revers Silberpunze "( 900" und Herstellerzeichen "MB" der Münze Berlin, an Tragespange, mit Bandschnalle, im originalen, goldfarben bedruckten Verleihungsetui, zusammen mit der Verleihungsurkunde für Erich Heller, datiert Berlin am 7. Oktober 1965, mit Prägesiegel und Original-Unterschrift von Walter Ulbricht, am Rand etwas wellig, in der nicht korrekten (!), mit dem goldfarbenen SED-Emblem bedruckten Urkundenmappe. BA3/01 53g; KDO09 1111.

Ex Künker-Auktion Nr. 299 am 29. September 2017, Kat.-Nr. 7033. Erich Heller wurde am 3. September 1910 in Halle an der Saale geboren. Nach seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser an der Maschinenbauschule Halle arbeitete er in Halle, bevor er - in Arbeitslosigkeit geraten wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD (seit 1929) - von 1933 bis 1935 in Haft kam. 1935 emigrierte er nach Prag und 1939 von dort nach London und 1940 nach Leeds in Nordengland, wo er bis 1946 in einem Rüstungsbetrieb arbeitete und sich von 1942 bis 1944 in der Abendfachschule Maschinenbau fortbildete. Nach Halle zurückgekehrt, wurde er 1946 Personalleiter der Industriewerke Halle, 1948 Personalleiter der HA Maschinenbau und Elektroindustrie der DWK und 1949 Direktor der DHZ Metallurgie, wo er bis 1955 arbeitete. Gleichzeitig bildete er sich weiter fort, zunächst mit einem Fernstudium an der Verwaltungsakademie in Potsdam, wo er 1955 als Diplom-Wirtschaftler abschloß, und schließlich an der Ingenieurschule Riesa, die er 1961 als Ingenieur Walzwerktechnik beendete. Von 1955 bis 1968 war er Werksdirektor der SWW Hennigsdorf und von 1968 bis 1972 Generaldirektor des Edelstahl-Kombinats Hennigsdorf. 1972 trat er in den Ruhestand. Heller war auch der Ehrentitel "Verdienter Metallurge der DDR" und der Vaterländische Verdienstorden in Gold verliehen worden. Am 28. März 1986 starb er in Glienicke (Nordbahn).


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