Fachartikel
Vermittlung Friedrich Wilhelms im Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg

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136 Artikel
14. Mai 2026
Vermittlung Friedrich Wilhelms im Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg

Die Vereinigten Niederlande und Großbritannien führten im 18. Jahrhundert mehrere Seekriege um die Vorherrschaft auf den Weltmeeren. Im Ersten Krieg (1652–1654) hatte England noch gewonnen und konnte so den Frieden diktieren. Daneben hatten Kaperfahrten dafür gesorgt, die Staatseinnahmen mehr als zu verdoppeln. Vor allem für den neuen englischen König Karl II. (1660–1685) war diese Beute von immenser Wichtigkeit, erlaubte ihm der zusätzlich Geldsegen jedoch, eine vom Parlament unabhängige Politik zu machen. Also bot sich eine Neuauflage des Seekrieges an. Ab 1663 wurden Kaperfahrten in die niederländischen Kolonien geschickt, bevor Ende 1664 auch holländische Schiffe im Ärmelkanal aufgebracht wurden. Aus Nieuw Amsterdam wurde damals New York. Die Niederländer entsandten eine Flotte, um die Kolonien wieder zurückzuerobern, denn der Überseehandel hatte enorm gelitten.

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13. Mai 2026
Das Europäische Trauma: Kaiser Napoleon I. Bonaparte

Am 14. Oktober 1806 erlitten die preußischen Truppen in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt eine vernichtende Niederlage gegen das französische Bürgerheer Napoleons. Rund 33.000 preußische Soldaten bezahlten die königliche Selbstüberschätzung mit ihrem Leben oder ihrer Gesundheit. Friedrich Wilhelm III. hatte Frankreich im Vertrauen auf die preußische Armee ein Ultimatum gestellt. Nun bewies die Niederlage, dass das Preußen Friedrichs des Großen endgültig der Vergangenheit angehörte. Aber wie sollte es weitergehen?

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12. Mai 2026
Königin Luise: Mutter und Mythos

„Wenn die Königin Luise zu Beginn der Verhandlungen nach Tilsit gekommen wäre, würde sie größeren Einfluss auf das Ereignis gehabt haben.“ Dieses Kompliment stammt von Napoleon. Luise sollte sich nach ihrem frühen Tod zur Ikone des preußischen Widerstandswillens entwickeln. Für Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. war sie die geliebte Mutter, für deren frühen Tod sie Napoleon verantwortlich machten.

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11. Mai 2026
Vereint gegen Frankreich

Am 31. März 1814 zog König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gemeinsam mit Kaiser Alexander I. von Russland und dem Oberbefehlshaber der österreichischen Truppen Feldmarschall Karl Philipp Fürst von Schwarzenberg an der Spitze der verbündeten Truppen in Paris ein. Hinter ihm ritt der 17-jährige Prinz Wilhelm, der als zweitgeborener Sohn des Königs für eine militärische Karriere vorgesehen war. Es war ein stolzer Moment für die Sieger, an den zahlreiche Medaillen erinnern. In Preußen wurde das Geschehen als gemeinsamer Sieg interpretiert. Alle hatten sich dafür eingesetzt, die Herausforderungen zu meistern.

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10. Mai 2026
Friedrich Wilhelm III. und die Uhrmacher von La Chaux-de-Fonds

Seit 1707 gehörte Neuchâtel zu Preußen. Seine Könige regierten das Fürstentum in Personalunion. Die territoriale Entfernung sorgte dafür, dass es für die lokalen Verwalter und Statthalter einfach war, zwischen den Interessen des in Berlin residierenden Souveräns und den Bürgern Neuchâtels zu vermitteln. Als Napoleon König Friedrich Wilhelm III. zum Thronverzicht im Fürstentum zwang, stellte das für die Einwohner Neuenburgs eine deutliche Verschlechterung ihrer politischen und wirtschaftlichen Situation dar.

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09. Mai 2026
Der wichtigste Bündnispartner: Russland

Vom 10. bis zum 16. Juni 1802 trafen sich – nur wenige Kilometer von der russisch-preußischen Grenze entfernt – Friedrich Wilhelm III. und seine Gattin Luise mit dem nur ein Jahr zuvor auf den Thron gekommenen Alexander I. in Memel. Das war etwas Besonders: Es war die erste Begegnung eines Kaisers mit einem preußischen Herrscher, seit Peter der Große im Jahr 1716 mit Friedrich Wilhelm I. „Lange Kerls“ gegen das Bernsteinzimmer getauscht hatte.

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08. Mai 2026
Die Reformationsmedaille der Stadt Berlin

Offizielle Medaillen spielen häufig eine Rolle im Zeremoniell der Ereignisse. Nur selten können wir diese Rolle so gut fassen wie bei der Medaille, welche die Stadt Berlin anlässlich der 300-Jahrfeier der Reformation prägen ließ. Dies lag im Trend: In vielen Staaten ging im 19. Jahrhundert die Organisation des Reformationsjubiläums von staatlicher in bürgerliche Hand über. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde das Fest vom 1. bis zum 3. November 1839 als Akt des Glaubens inszeniert.

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07. Mai 2026
Von Friedrich Wilhelm III. zu Friedrich Wilhelm IV.

Am 7. Juni 1840 starb Friedrich Wilhelm III. im Alter von 69 Jahren nach 43 Jahren Herrschaft in Berlin. Mit seinem Tod sollte eine Ära zu Ende gehen. Nur die Regentschaften Friedrichs II. sowie des Großen Kurfürsten waren noch länger.

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06. Mai 2026
Eine Alternative zum Pour le mérite für Wissenschaften und Künste

Am 31. Mai 1842 gründete Friedrich Wilhelm IV. auf Anregung Alexanders von Humboldt die Friedensklasse des Ordens Pour le mérite unter der Bezeichnung Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Ausgezeichnet werden sollten herausragende Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften sowie der Medizin. Dem Orden durften ausschließlich Männer angehören. Ihre Ernennung erfolgte auf königlichen Vorschlag, aber mit Zustimmung der Mitglieder des Ordens.

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05. Mai 2026
Eine Zeit Der Immensen Veränderungen

Das Leben der Deutschen veränderte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts radikal. Der Wandel erzeugte Gewinner und Verlierer. Medaillen wie Los 150 sind aus dem Blickwinkel der Gewinner zu verstehen.

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04. Mai 2026
Der Kosmos Humboldts auf einer Medaille

Es dürfte wohl keine Medaille geben, die für die Forschungsgeschichte des 19. Jahrhunderts von größerer Bedeutung ist. Sie würdigt die herausragenden Leistungen des bekanntesten Naturwissenschaftlers des 19. Jahrhunderts, der mit seinen Publikationen unser Denken heute noch prägt.

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03. Mai 2026
Silberne Hochzeit Angesichts Schwerer Zeiten
Manchmal ist das Fehlen einer Information auf einer Medaille aussagekräftiger als die Darstellung selbst. Wüssten wir es nicht, wir kämen nie auf den Gedanken, dass – während die Verantwortlichen sie schufen – eine Revolution die Hohenzollernmonarchie erschütterte. Die Silberne Hochzeit des Herrscherpaares wurde zum Anlass für das königstreue Preußen, seine Loyalität zum Ausdruck zu bringen.
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02. Mai 2026
Sündenbock der Radikalen, Identifikationsgestalt der Konservativen, Hoffnungsträger der Nationalen

Wenn wir Geschichte rekonstruieren wollen, besteht das zentrale Problem darin, dass wir ihren Ausgang kennen. Deshalb beobachten wir vor allem die Kräfte, denen die jeweilige Epoche die Hauptrolle zugeteilt hat. Das führt häufig zur Überschätzung oder Fehlinterpretation der Bedeutung von Persönlichkeiten oder gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Perspektive nachgeborener Generationen. Ein wichtiges Beispiel dafür sind die radikalen Demokraten des Jahres 1848.

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01. Mai 2026
EIn Mythos wird begründet: Das Denkmal für König Friedrich den Großen in Berlin

Als die Ritterschaft der Provinz Brandenburg anlässlich der Erbhuldigung von 1840 nach Berlin reiste, wurde ihr ganz besondere Unterhaltung geboten. In zwölf lebenden Bildern führte man ihnen die gesamte preußische Geschichte vor. Warum das an dieser Stelle Erwähnung findet: Drei der zwölf Bilder waren Friedrich II. gewidmet, während die anderen Ahnen mit lediglich einem Bild bedacht wurden. Die Hohenzollern knüpften so nach über fünfzig Jahren an eine Epoche der militärischen Stärke und kulturellen Ausstrahlung an. Friedrich II. wurde zum Vorbild der eigenen Politik.

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30. April 2026
Die Frau an seiner Seite: Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach

Dass eine Ehe „keine bloße Familien Angelegenheit, sondern eine Staatsangelegenheit ist, sollte Dir, denke ich, einleuchten,“ schrieb Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1822 an seine Tochter Charlotte. Damit rief er ihr in Erinnerung, dass ein Mitglied des preußischen Königshauses sich verpflichtet fühlen müsse, bei der Eheschließung die Belange des Königreichs im Auge zu behalten. Das private Glück in einer Ehe zu finden, war in Kreisen des Hochadels keine Option. Auch wenn das Familienleben der Herrschenden gerade nach der 1848er Revolution im bürgerlichen Stil inszeniert wurde, blieb die Ehe eine Zweckgemeinschaft zum Wohl der Dynastie und des Staates.

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29. April 2026
Die Generalitätsmedaille und die Berliner Siegesparade am 16. Juni 1871

25 Exemplare der „Generalitätsmedaille“ zu 120 Dukaten gab Wilhelm I. in Auftrag, um damit diejenigen zu beschenken, die in seinen Augen den Sieg über Frankreich und damit die Einigung Deutschlands möglich gemacht hatten. Die „Generalitätsmedaille“ ist damit ein zentrales Zeugnis deutscher Geschichte. Und doch ist diese Medaille nur ein winziger Bestandteil, ein kleiner Zeitzeuge eines aufwändig inszenierten Spektakels.

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28. April 2026
König Maximilian I. Joseph von Bayern und sein 25jähriges Regierungsjubiläum

Die Medaille zum 25jährigen Regierungsjubiläum bezeichnet Maximilian I. Joseph auf der Rückseite als Vater des Vaterlandes (pater patriae); auf dem Triumphbogen bekrönt mit dem bayerischen Löwen werden vier Daten genannt.

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27. April 2026
Die Krönung Georgs IV. zum König von Großbritannien und Irland

Erst im vergleichsweise hohen Alter von 58 Jahren wurde Georg IV. 1820 zum britischen König gekrönt. Bereits seit 1811 war er Prinzregent für seinen kranken, an Porphyrie leidenden Vater König Georg III. 

Politisch gelang ihm die Durchsetzung einer Emanzipation der Katholiken, also einer gesetzlichen Gleichstellung mit den Anglikanern. Während der ersten fünf Jahre seiner Regentschaft musste er sich mit dem Kampf gegen Kaiser Napoleon und der französischen Kontinentalsperre befassen. Im privaten Umfeld versuchte Georg seine ungeliebte Frau Caroline von Braunschweig zu isolieren und sich von ihr offiziell scheiden zu lassen.

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26. April 2026
Das Denkmal, das Kreuzberg seinen Namen gab

Friedrich Wilhelm III. griff mit seinem Plan, ein Denkmal zu Ehren der in den Befreiungskriegen Gefallenen zu errichten, eine Idee auf, die in der Berliner Bürgerschaft entstanden war. Er betraute den Architekten Karl Friedrich Schinkel mit der Planung.

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25. April 2026
Die Medaille auf den Aachener Kongress: Wie eine Medaille entsteht

Vom 29. September bis zum 21. November 1818 fand in Aachen eine Versammlung hochkarätiger Politiker statt, welche den Rückzug der Alliierten Besatzungen in Frankreich verhandelten, das gerade dabei war, die letzte Rate der im Wiener Kongress verhandelten Reparationszahlungen zu begleichen. Zu den Anwesenden zählten unter anderen Alexander I., Franz I. mit seinem Kanzler Fürst Metternich, Friedrich Wilhelm III. und Staatskanzler Fürst Hardenberg, der Herzog von Wellington sowie der neue Außenminister Frankreichs, der Herzog von Richelieu. Der geniale französische Diplomat Talleyrand war nicht mehr dabei. Er hatte an Macht verloren, weil er dem neuen Regime zu liberal war.

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24. April 2026
Der seltenste Typ der russischen Familienrubel aus dem Besitz Friedrich Wilhelms IV.

Am 6. Dezember 1835 legte Kankrin dem Kaiser 36 Exemplare zur Begutachtung vor. Nikolaus I. billigte die Idee einer Gedenkmünze, forderte jedoch einige Verbesserungen an dem ersten Entwurf. Besonders das Bild seiner Frau gefiel ihm nicht, es soll ihm mit dem Doppelkinn zu alt vorgekommen sein. Vom zweiten überarbeiteten Stempel mit jugendlicherem Porträt der Kaiserin entstammten 50 Exemplare, bevor er Risse bekam und der dritte Stempel hergestellt werden musste. Von diesem dritten Stempel sind 150 Stück in mehreren Produktionen geprägt worden sowie Novodels, die nach den offiziellen Prägungen zu Geschenk- und Sammlerzwecken mit den Originalstempeln geprägt wurden. Ein vierter Stempel wurde schließlich notwendig, weil beim dritten der Rand abplatzte.

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