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Ehrenzeichen (auch als ""Ehrenkreuz"" bezeichnet) ""Pro Ecclesia et Pontefice"" [Signum Honoris ""Pro Ecclesia et Pontefice""]. 1. Modell (1888-ca. 1971), 1. Ausgabe (kleine Kreuze), Ehrenzeichen in Gold für Herren, Durchmesser 32,6 mm, Silber vergol

EUROPÄISCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN
SAMMLUNG HEILIGER STUHL, KIRCHENSTAAT UND VATIKANSTAAT VON DR. NORBERT HERKNER, BERLIN, ALLGEMEINE EHRENZEICHEN UND MEDAILLEN

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Losnummer 573




Schätzpreis: 25,00 €
Zuschlag: 55,00 €


Ehrenzeichen (auch als ""Ehrenkreuz"" bezeichnet) ""Pro Ecclesia et Pontefice"" [Signum Honoris ""Pro Ecclesia et Pontefice""]. 1. Modell (1888-ca. 1971), 1. Ausgabe (kleine Kreuze), Ehrenzeichen in Gold für Herren, Durchmesser 32,6 mm, Silber vergoldet, am späteren Brustband. BB1-2 S. 474.

II

Am 31. Dezember 1887 beging der allseits sehr beliebte Papst Leo XIII. (1810-1903, Papst seit 1878) sein Goldenes Priesterjubiläum, das in den ersten Monaten des Jahres 1888 unter Teilnahme vieler Gläubigen aus aller Welt liturgisch groß gefeiert wurde. Aus diesem Anlaß stiftete er mit Apostolischem Schreiben ""Quod singulari Dei concessu"" vom 17. Juli 1888 das ursprünglich zweistufige (Gold/Silber vergoldet und Silber) Ehrenzeichen, das an Frauen und Männer verliehen wurde, die sich um die Vorbereitung und Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten besonders verdient gemacht hatten, wobei die Kreuze für Herren einen Durchmesser von ca. 32 bis 33 mm aufwiesen, und die für Frauen ca. 26 mm (1. Modell, 1. Ausgabe).

Auch nach dem Abschluß der Feierlichkeiten fuhr Leo XIII. fort, das Kreuz als besonderes Zeichen seiner Anerkennung zu verleihen, und 1898 wurde es zu einem festen Ehrenzeichen bestimmt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurden die Maße des Kreuzes (für Damen und Herren) auf nunmehr ca. 42 bis 43 mm im Durchmesser vergrößert und als 3. Stufe ein Kreuz in Bronze eingeführt (1. Modell, 2. Ausgabe). Im Jahre 1908 reduzierte es Papst Pius X. (1835-1914, Papst seit 1903) auf eine Stufe, Gold (Gold bzw. Silber vergoldet). In dieser Form wurde es bis 1970/71 verliehen, wobei es bis 1996 die höchste päpstliche Auszeichnung war, die Frauen erhalten konnten.

Im Verlauf seines achten Pontifikat-Jahres 1970/71 ließ Papst Paul VI. (1897-1978, Papst seit 1963) seine Gestaltung ändern und gab ihm ein modernes Aussehen (2. Modell), worauf auch sein Name zu lesen war (1. Ausgabe). Mit Beginn des Pontifikates Papst Johannes Pauls II. (1920-2005, Papst seit 1978) wurde der Name seines Vorgängers durch dessen eigenen ersetzt (2. Ausgabe). Nach der Wahl Benedikts XVI. (geb. 1927, ""regierender"" Papst von 2005 bis 2013) entfiel der Name seines Vorgängers ersatzlos, womit es seine heutige Gestaltung erhielt (3. Ausgabe).

Das Ehrenzeichen wird heute für allgemeine Verdienste um die Kirche, die christliche Verkündigung, die christliche Kunst und um das Papsttum verliehen.