HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Albert V., der Großmütige, 1550-1579. Bleiabschlag von den Stempeln der Silbermedaille o. J.,
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Albert V., der Großmütige, 1550-1579. Bleiabschlag von den Stempeln der Silbermedaille o. J.,
Schätzpreis : 100 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Vorzügliche Arbeit, vermutlich des 17. oder 18. Jahrhunderts Albert, geboren am 29.2.1528 in München, war der zweite Sohn Herzogs Wilhelm IV., des Standhaften. In der bayerischen Geschichte stellt Albert wohl das Ideal eines Renaissancefürsten dar. Unter seinen vielfältigen Interessen als Kunstsammler und Mäzen ist für uns seine Passion für Münzen und Medaillen am interessantesten. Durch den Erwerb der Münzsammlungen des Augsburger Domherrn Aegolf von Knörringen und des Salzburger Rates Johann Fickler, den er zum Leiter des herzoglichen Münzkabinetts bestellte, legte er den Grundstock der Staatlichen Münzsammlung München. Dabei stand Albert V. in numismatischem Kontakt mit zeitgenössischen Münzliebhabern, wie dem berühmten Augsburger Bankier Jakob Fugger oder dem Niederländer Hubert Goltzius. Der Herzog brachte eine ganze Reihe von begabten Goldschmieden und Stempelschneidern nach München, die eine große Anzahl von Medaillen und Schauprägungen, zum Teil mit Münzcharakter, anfertigten und München dadurch in Konkurrenz zu den anderen beiden süddeutschen Zentren der Stempelschneidekunst, Nürnberg und Augsburg, treten ließen. Die Kunstsinnigkeit Alberts V., der den Beinamen "der Großmütige" erhielt, vergrößerte die bei Regierungsantritt am 7. März 1550 von Wilhelm IV. übernommene Schuldenlast Bayerns und führte daher mehrfach zu Konflikten mit den Landständen. Er konnte sich jedoch gegen die Opposition, die vor allem eine umfassende Kirchenreform forderte und in der Ortenburger Adelsverschwörung von 1564 gipfelte, klar durchsetzen. Herzog Albert V., der am 4. Juli 1546 Anna, die Tochter Ferdinands I. von Habsburg geheiratet hatte, entwickelte sich - auch mit Hilfe der Jesuiten - zu einem der Hauptvertreter der Gegenreformation in Deutschland. Albert V. starb am 24.10.1579 in München.
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Informationen zu Los 34 aus Auktion 108
| Nominal/Jahr | Bleiabschlag von den Stempeln der Silbermedaille o. J., |
|---|---|
| Zitate | Slg. Montenuovo -; Witt. 393 |