HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Wilhelm IV. unter Vormundschaft, 1508-1511. Goldgulden 1508, Straubing.
HERZOGTUM, SEIT 1623 KURFÜRSTENTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH Wilhelm IV. unter Vormundschaft, 1508-1511. Goldgulden 1508, Straubing.
Schätzpreis : 3.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. RR Kl. Prägeschwäche, sehr schön In der Münzreform des Herzogs Albert IV. von 1506 war der Betrieb einer Münzstätte in Straubing bestimmt worden, um den Geldbedarf im unteren Niederbayern zu befriedigen. Es wurden in Straubing Goldgulden, Halbbatzen, Pfennige und Heller geschlagen, die - wie in der Münzverordnung von 1506 vorgeschrieben - das Münzstättenzeichen S tragen. Bereits 1511 wurde die Straubinger Münzstätte geschlossen, da der Betrieb offenbar nicht rentabel war. Die Goldgulden aus Straubing zählen zu den gesuchten Raritäten unter den bayerischen Münzen der Renaissance.
Herzog Wilhelm IV., der Standhafte, 1508-1550.
Herzog Wilhelm IV., geboren am 13.11.1493 in München, kam nach dem Tod seines Vaters Albert IV. 1508 im Alter von 15 Jahren an die Regierung, stand aber bis 1511 unter der Vormundschaft seines Onkels Wolfgang. In diesen frühen Jahren wurde Wilhelm stark von seinem Erzieher Johannes Turmair beeinflusst, der als Humanist und bayerischer Geschichtsschreiber Aventinus Berühmtheit erlangte. Im Gegensatz zum Primogeniturgesetz seines Vaters von 1506 teilte er im Jahr 1516 die Regierung freiwillig mit seinem Bruder Ludwig. Während Wilhelm IV. in München die Rentämter München und Burghausen regierte, leitete Ludwig von Landshut die Rentämter Landshut und Straubing. Wilhelm IV., der sein Land aus den kriegerischen Ereignissen der Zeit weitgehend heraushalten konnte, bekämpfte im Innern, beraten von seinem einflußreichen Kanzler Leonhard von Eck, energisch die Reformation, aufständische Bauern und die Täufer. Der Renaissancefürst Wilhelm IV. versuchte, die Stellung Bayerns gegenüber dem Haus Habsburg zu stärken, unterlag jedoch bei der böhmischen Königswahl 1526 und der deutschen Königwahl 1531 dem König Ferdinand von Habsburg. Der Versuch der Verhinderung des habsburgischen Machtzuwachses einerseits und der Kampf gegen die Protestanten und für die alte Kirche andererseits war für Wilhelm IV., der am 6.3.1550 in München starb und den Beinamen "der Standhafte" erhielt, eine schwierige Gratwanderung.
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Informationen zu Los 6843 aus Auktion 207
| Nominal/Jahr | Goldgulden 1508, |
|---|---|
| Münzstätte | Straubing. |
| Seltenheit | RR |
| Gewicht | 3,18 g Feingold |
| Zitate | Fb. 179; Hahn 17 |