LÜTTICH Ferdinand von Bayern, 1612-1650. Dukat 1638.
LÜTTICH Ferdinand von Bayern, 1612-1650. Dukat 1638.
Schätzpreis : 1.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Min. gewellt, sehr schön Ferdinand von Bayern
Ferdinand, geb. am 6.10.1577 in München, war der Sohn Herzog Wilhelms V., des Frommen, und jüngerer Bruder des Herzogs und ersten bayerischen Kurfürsten Maximilian I. Er wurde wie die meisten nachgeborenen Söhne der bayerischen Herrscher für den geistlichen Stand bestimmt und von Jesuiten in Ingolstadt ausgebildet. Papst Klemens VIII. wollte mit Ferdinand den Plan der Sicherung des Katholizismus in Norddeutschland durch die Wittelsbacher fortsetzen, den Papst Gregor XIII. mit Ernst von Bayern begonnen hatte. Als sein Onkel Ernst von Bayern durch seine ausschweifende Lebensweise früh gealtert war, machte er Ferdinand 1595 in Köln, 1601 in Lüttich, 1611 in Hildesheim und Münster zum Koadjutor. Nach dem Tod des Onkels wurde Ferdinand in diesen vier Bistümern Bischof und erhielt 1618 auch Paderborn. Er lehnte die höheren Weihen ab, um im Fall des Todes seines Bruders Maximilian I. der unbestrittene Erbe zu sein. Kurfürst Ferdinand von Bayern unterstützte im Dreißigjährigen Krieg die Politik Bayerns und der katholischen Liga, mußte aber mit dem Einfall Gustav Adolfs in seine Länder schwere Rückschläge hinnehmen. 1642 begann er sukzessive, seinen Neffen Maximilian Heinrich als Koadjutor in seinen Bistümern einzusetzen. Ferdinand zog sich nach Arnsberg zurück, wo er am 13.9.1650 starb.
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Informationen zu Los 127 aus Auktion 108
| Nominal/Jahr | Dukat 1638. |
|---|---|
| Zitate | Delm. 356; Fb. 323; Witt. 1139 |