LÜTTICH Johann von Heinsberg, 1419-1455. Goldgulden o. J.
LÜTTICH Johann von Heinsberg, 1419-1455. Goldgulden o. J.
Schätzpreis : 3.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von größter Seltenheit. Vermutlich 2. bekanntes Exemplar. Kl. Prägeschwäche, sehr schön Der vorliegende Goldgulden des Bischofs Johann von Heinsberg gehört zu den großen Seltenheiten unter den Lütticher Münzen. Johann war am 16. Juni 1419 vom Lütticher Domkapitel einstimmig zum Bischof gewählt worden, die Bischofsweihe erhielt er am 17. März 1420. Seine Regierungszeit war von der Auseinandersetzung mit dem Burgunderherzog Philipp dem Guten (1419-1467) geprägt, der sein Gebiet auch auf Kosten des Bistums vergrößern wollte. Im Jahr 1430 erklärte der Bischof dem Herzog den Krieg, und innerhalb weniger Monate wurden in der Region über 500 Dörfer verwüstet. Trotz militärischer Erfolge mußte Johann von Heinsberg 1431 in einen erniedrigenden Frieden einwilligen und Herzog Philipp in Brüssel kniend um Verzeihung bitten. In der Folge schloß sich der Bischof immer enger an den Burgunder an und verlor dadurch immer mehr an Popularität und Rückhalt in der Bevölkerung. Nach mehreren Verschwörungen resignierte Johann am 22. November 1455 völlig überraschend - vermutlich auf Druck Philipps des Guten - zugunsten von Louis de Bourbon, einem Neffen des Burgunderherzogs.
In der bedeutenden Sammlung Piat (Auktion Dupriez 101, Brüssel 1910) befand sich unter Nr. 197 ein einziges Exemplar dieses Guldens mit dem Hinweis "seul exemplaire connu" (= einziges bekanntes Exemplar). Das Stück erzielte den enormen Zuschlagspreis von 450 Francs.
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Informationen zu Los 1011 aus Auktion 105
| Nominal/Jahr | Goldgulden o. J. |
|---|---|
| Seltenheit | Von größter Seltenheit. Vermutlich 2. bekanntes Exemplar. |
| Zitate | Fb. 294; Delm. 326 (R4); Mignolet 306 |