STADT Dukat 1623,
STADT Dukat 1623,
Schätzpreis : 5.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von großer Seltenheit. Prägefrisches Prachtexemplar mit schöner alter Goldtönung Nach der Niederlage des Winterkönigs am Weißen Berg bei Prag am 8. November 1620 entschieden die schlesischen Stände, weiter in eigener Regie zu prägen. Zunächst fehlte auf den ständischen Prägungen von 1621, die quasi als Ersatzmünzen gedacht waren, der Hinweis auf den obersten Lehnsherrn. Im Oktober 1621 wurde jedoch beschlossen, das Münzwesen neu zu organisieren. Es wurden in Breslau eine neue Münzstätte in einem Haus an der Ohle eingerichtet und neue Münzbeamte eingestellt. Geprägt wurden 1622 und 1623 vor allem Vierundzwanzigkreuzer und Groschen, in geringer Auflage 1623 auch Dukaten, die das Bild des obersten Lehnsherrn zeigten. Im Frühjahr 1623 stellten die Stände jedoch Unregelmäßigkeiten in ihrem Münzbetrieb fest. Die leitenden Beamten wurden festgenommen. Nach nur drei Jahren mußten die schlesischen Stände einsehen, daß sie allein nicht in der Lage waren, ein funktionierendes Münzwesen zu unterhalten, und überließen das Münzrecht Kaiser Ferdinand II. als oberstem Lehnsherrn. Der prachtvolle Dukat von 1623 ist ein Beispiel für die Erstarkung der landständischen Verwaltung in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
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Informationen zu Los 7977 aus Auktion 91
| Nominal/Jahr | Dukat 1623, |
|---|---|
| Seltenheit | Von großer Seltenheit. |
| Gewicht | 3,44 g Feingold |
| Zitate | Fb. 124; F. u. S. 94; Slg. Löffler -; Slg. Strieboll 171 |