Schätzpreis : 300 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR II Das vorliegende Exemplar weist in Ausmaßen wie auch Fertigungsqualität deutliche Unterschiede sowohl zu den frühen von Steinhauer & Lück wie auch zu den von Schuler & Kun hergestellten Exemplaren auf und dürfte von großer Seltenheit sein.
Geiger, Lindner und Wörner schreiben (in: Geiger, Rolf, Lindner, Jürgen und Wörner, Frank - 50 Jahre Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. In: Orden und Ehrenzeichen - Das Magazin für Sammler und Forscher. 3. Jahrgang, Heft 14, August 2001.) über ein nachweislich 1951 angefertigtes und (an den Justizminister a. D. Dr. Josef Beyerle) verliehenes Exemplar des Großen Verdienstkreuzes mit Stern in der Ausführung bis zum 9. Juni 1952 (auf S. 20): . . . Der beiliegende quadratische Stern hat einen Durchmesser von 74 mm. Das auf den Stern aufgelegte Ordenszeichen hat einen Durchmesser von 47 mm und ist mit zwei Nieten auf dem Sternkörper befestigt. Die erhabenen Teile des Sterns sind mit einem Polierstab bearbeitet. Die auf dem Stern aufgelegte Ordensdekoration ist ebenfalls äußerst fein bearbeitet. Das rote Email wurde flachgeschliffen. Das Medaillon im Kreuz hat einen Durchmesser von 14 mm. Weder der Sternkörper noch die Nadel sind gepunzt. Daher gehen wir von zwei Annahmen aus. Zum einen handelt es sich bei diesem Exemplar um einen Sternkörper aus Buntmetall, der aus diesem Grund keine Silbergehaltspunze besitzt. Zum anderen zeigt uns das Fehlen der Herstellerpunze, daß in dem Fertigungszeitraum 1951 kein Bedarf bestand, denn Stern zu kennzeichnen. Hergestellt wurde dies Auszeichnung von Steinhauer & Lück. . . . Und weiter schreiben Sie über den Bruststern des Großen Verdienstkreuzes mit Stern in der Ausführung nach dem 9. Juni 1952 (S. 21): . . . Als Ordensstern wird der flache quadratische Stern, der bisher auch zum Großen Verdienstkreuz mit Stern getragen wurde, weitergetragen. Wie lange noch Ordenssterne von Steinhauer & Lück aus vergoldetem Buntmetall ausgegeben wurden, ist unklar. Diese Sterne sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit identisch mit dem an Dr. Beyerle verliehenen Stern. Später (wir vermuten nach 1953) wurden die Sterne aus vergoldetem 800-er Silber hergestellt. Seit der Verwendung von 800-er Silber tragen alle Sterne eine Hersteller- und Silberpunze. . . . Seit 1952 fertigte auch die Pforzheimer Firma Schuler & Kun. . . . Die von Schuler & Kun hergestellten Ordenssterne haben einen Durchmesser von 74 mm, bis die Firma Anfang der sechziger Jahre die Produktion des Verdienstordens einstellte. Das ebenfalls 47 mm große Ordenskreuz ist mit vier Nieten auf dem Sternkörper befestigt. Die Sterne sind durchweg gepunzt und weisen sich durch eine vorzügliche Fertigung und eine geschliffene Email aus....
Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bundesländer, ebenso wie deren Miniaturen, Bandstege, Knopflochschleifen und Bandschnallen, dürfen gemäß § 14 Abs. 3 Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen nur an Berechtigte abgegeben werden. Als Berechtigte gelten hierbei neben den Beliehenen auch alle diejenigen Personen, die im Besitz einer Sammelgenehmigung sind. Diese Sammelgenehmigung erteilt auf Anfrage die jeweils zuständige Behörde (Die Zuständigkeit ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.). Die Erteilung einer solchen Genehmigung kann gemäß des Kommentars zum Gesetz von der zuständigen Behörde nur bei Vorliegen schwerwiegender Gründe verweigert werden. Mit einem Gebot auf Orden und Ehrenzeichen der Bundesrepublik und ihrer Bundesländer versichert der Bieter, im ordnungsgemäßen Besitz einer solchen Sammelgenehmigung zu sein.
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Informationen zu Los 9121 aus Auktion 215
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