KÖNIGREICH Christian II., 1513-1523. Gulden 1523, Malmö.
KÖNIGREICH Christian II., 1513-1523. Gulden 1523, Malmö.
Schätzpreis : 4.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR Sehr attraktives Exemplar mit hübscher Patina, sehr schön + König Christian II. wird in Schweden als "Kristian tyrann" bezeichnet, im ganzen Norden wird er auch "Kung Klipping" (= "Klippenkönig") genannt, nach den minderwertigen klippenförmigen, meist in Malmö geprägten Schillingen, die auch Schweden überschwemmten. Sie wurden vor allem für den Eroberungsfeldzug nach Schweden 1519/1520 benötigt. Seit 1518 war der Westfale Jürgen Kock Münzmeister im (bis 1658) dänischen Malmö, später wurde er dort sogar Bürgermeister. Er war für die gigantische Ausprägung der Schillinge in Malmö verantwortlich, vermutlich auch für die wohl in Stockholm geprägten Stücke. Kock hielt sich jedenfalls während der kurzen Regierungszeit Christians II. dort auf. Für gewisse Zahlungen wurde jedoch auch guthaltiges und vollwertiges Gold gebraucht. Daher wurden auch Goldmünzen und große Silbermünzen ausgeprägt. Hier liegt Christians letzter Silgerguldiner vor, der dem König am 1. April 1523 ausgeliefert wurde. Drei Wochen später verließ Christian II. Dänemark und floh in die Niederlande. Er wurde für abgesetzt erklärt, und sein Onkel Frederik I. trat die Nachfolge an. Der Silberguldiner 1523 war somit Bestandteil der Fluchtkasse!
Nach der Vorschrift sollte das Stück 27 g Raugewicht (Schrot) und 23,08 g Feingewicht (Korn) aufweisen, was einem Feingehalt von 14 Lot bzw. 875/1000 entspricht. Das entsprach ungefähr den deutschen Silberguldinern und den seit 1518 geprägten Joachimstalern, die sich schnell zu einer beliebten Handelsmünze entwickeln sollten. Sie wurden die Vorbilder für die Reichstaler im Alten Reich, für die Daler (später Riksdaler) in Schweden, usw.
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Informationen zu Los 7003 aus Auktion 219
| Nominal/Jahr | Gulden 1523, |
|---|---|
| Münzstätte | Malmö. |
| Seltenheit | RR |
| Zitate | Dav. 8220; Galster 38; Hagander - |