BADEN, MARKGRAFSCHAFT (BIS 1803), KURFÜRSTENTUM (1803-1806) UND GROSSHERZOGTUM (1806-1918)
BADEN, MARKGRAFSCHAFT (BIS 1803), KURFÜRSTENTUM (1803-1806) UND GROSSHERZOGTUM (1806-1918)
Schätzpreis : 3.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RRR II-III Laut Zelosko (in ZEL) hat Andreas Bayer, Grenadier in der Leib-Grenadier-Garde diese Medaille am 15. April 1814 verliehen bekommen (die Ordre hierzu datiert vom 30. März 1814), . . . wegen bewiesener Tapferkeit in der Schlacht bei Paris am 30. März 1814.
In der Schlacht von Paris, auch als Schlacht von Montmartre bezeichnet, trafen am 30. März 1814 die russisch-österreichisch-prußisch-bayerisch-württbembergisch-badischen Koalitionstruppen mit ca. 80.000 Mann unter dem Kommando des preußischen Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819) und des österreichischen Feldmarschalls Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771-1820) auf die französische Verteidigungslinie von Paris mit ca. 25.000 Mann unter dem Kommando von Auguste de Marmont, Herzog von Ragusa (1774-1852) , und Marschall Édouard Adolphe Mortier, Herzog von Treviso (1768-1835). Sie brachte den Koalitionstruppen ca. 8.200 und den Franzosen 4.000 Tote und Verwundete. Durch die Niederlage der Franzosen führte sie unmittelbar zur Besetzung der französischen Hauptstadt am 31. März und damit auch zur (ersten) Abdankung Kaiser Napoléons I. (1769-1821) am 6. April 1814, nachdem er am 2. April vom französischen Senat für abgesetzt erklärt worden war. (wikipedia)
Gleichzeitig mit dem Militärischen Karl Friedrich-Verdienst-Orden stiftete Großherzog Carl Friedrich (1726-1811) mit Landesherrlicher Verordnung vom 4. April 1807 die zweistufige (Gold und Silber) Medaille zur Belohnung hervorstechender vor dem Feinde verübter tapferer und kluger Thaten von Unteroffizieren und Mannschaften durch Erlaß der Statuten gestiftet. Mit dem von Großherzog Ludwig I. (1763-1830) am 30. Dezember erlassenen Statuten-Nachtrag wurde sie als Militärische Karl Friedrich-Verdienst-Medaille bezeichnet, war aber dem Orden auch weiterhin zu keinem Zeitpunkt des Verleihungszeitraums affiliiert.
Sie wurde nicht nur für die militärischen Auseinandersetzungen von 1807 bis 1815, 1848/1849, 1866, 1870/1871 und 1914 bis 1918 verliehen, sondern in geringerem Maß auch für hervorragende militärische Verdienste in Friedenszeiten. Die letzten Verleihungen erfolgten am 8. November 1918, nur wenige Tage vor dem Thronverzicht Großherzog Friedrichs II. (1857-1928) am 22. November. Die Ausgabe zog sich jedoch noch bis ins Jahr 1919 hin, der letzte Gravurauftrag wurde am 4. September 1919 erteilt. Die Medaille, deren Inhaber auch nach dem Ende der Monarchie einen Ehrensold erhielten, genoß wie der Orden sehr hohes Ansehen. Am 12. Juni 1994 starb der letzte Inhaber der Silbernen Medaille, Ferdinand Koch.
Informationen zu Los 5 aus Auktion 240
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