SÄCHSISCHE HERZOGTÜMER, GEMEINSAM
SÄCHSISCHE HERZOGTÜMER, GEMEINSAM
Schätzpreis : 1.250 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
II Diese Ausführungen, bei denen die Schwänze der Löwen zwischen den Kreuzarmen an diesen festgelötet sind, werden in AB (S. 53, 55, 58) dem Hofjuwelier Ebehardt in Altenburg zugeschrieben.
Gestiftet am 28 Dezember 1833 als gemeinsamer zunächst vierklassiger Hausorden (mit affiliiertem Verdienstkreuz und Verdienstmedaille) von Friedrich, Herzog von Sachsen-Altenburg, Ernst, Herzog von Sachsen-Coburg und -Gotha, und Bernhard Erich Freund, Herzog von Sachsen-Meiningen, in Anlehnung an den 1690 von Herzog Friedrich von Sachsen-Coburg gestifteten Orden der Deutschen Redlichkeit. Für Verdienste im Krieg erfolgte die Verleihung mit gekreuzten Schwertern. 1864 erfolgte eine Vereinheitlichung der Insignien u. a. durch die Entfernung der Monogramme der verleihenden Herzöge auf dem oberen Kreuzarm, die Unterteilung der Ritter in 1. und 2. Klasse und die Stiftung der Goldenen Verdienstmedaille sowie der Ordenskette (2. Modell). 1914 wurden die Insignien mit Jahreszahlen („1914“, „1915“, „1916“, „1917“, „1918“) und 1915 die Bandspangen mit und ohne Schwerter für die Goldenen und Silbernen Verdienstmedaillen gestiftet. Bis zum Ende der Monarchie gab es Insignien mit Schwertern in zwei Ausführungen, mit „römischen“ (geraden) und mit „französischen“ (geschwungenen) Parierstangen der Schwerter. In AB steht hierzu auf S. 52: „Bis zum heutigen Tag ist die Ursache für die Ursachen der Schwerterstücke mit geraden Parierstangen oder geschwungenen Parierstangen nicht eindeutig geklärt. Zum Teil wird die Meinung vertreten, dass geschwungene Parierstangen Altenburger Verleihungen und gerade Parierstangen Gothaer bzw Meiniger Verleihungen sind. Dies lässt sich weder durch Akten noch Literatur belegen, obwohl bisher aufgetauchte zweifelsfreie Altenburger Stücke des S.E.H.O. immer mit geschwungenen Parierstangen versehen waren. Dies gilt für alle Stufen vom Verdienstkreuz mit Schwertern bis zum Großkreuz mit Schwertern.“ Auch nach dem Ende der Monarchie verlieh Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und -Gotha den Orden bis 1935 weiter. In diesem Jahr stiftete er noch die Schwerter am Ring zu allen Klassen. Mit Reichsverordnung vom 4. November 1935 wurden die Verleihungen für abgeschlossen erklärt. Die Verleihungen in Sachsen-Altenburg und Sachsen-Meinungen waren schon mit dem Ende der Monarchie in diesen Staaten im Jahre 1918 eingestellt worden.
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