Schätzpreis : 1.500 €
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Beschreibung
R II Die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft ist an Goethe's Einhundertstem Geburtstag am 22. März 1932 von Reichspräsident Paul von Hindenburg gestiftet worden. Ursprünglich gedacht als Anerkennung für Personen, die sich um die Goethe-Gedenkfeier in Weimar 1932 verdient gemacht hatten, wurde die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft in Hindenburgs Namen ab April 1932 auch an andere Goetheforscher, Künstler, Wissenschaftler, Beamte und Politiker verliehen. Zwischen dem 18. März 1932 und dem 19. Juni 1934 wurden knapp 200 Personen mit der Medaille ausgezeichnet, 159 vor dem 30. Januar 1933. Unter den ersten 55 Empfängern der Medaille waren u.a. Reichskanzler Heinrich Brüning und die Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Thomas Mann. Ab April 1932 folgten Max Planck und die damaligen oder späteren Nobelpreisträger Nicholas Murray Butler, André Gide, Knut Hamsun, Verner von Heidenstam, Guglielmo Marconi, Albert Schweitzer, Fritz Haber, Albrecht Penck und Richard Willstätter. Andere Empfänger waren Benito Mussolini, José Ortega y Gasset, Wilhelm Furtwängler, Otto Klemperer, Franz Lehár, Carl Friedrich Goerdeler, Paul Ernst, Hans Grimm und Erwin Guido Kolbenheyer. Etwa ein Viertel der bis Juni 1934 mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft Ausgezeichneten waren Ausländer. Frauen wurden kaum berücksichtigt; nur Ricarda Huch, Agnes Miegel, Ina Seidel, Feodora, Großherzogin von Sachsen-Weimar, Enrica von Handel-Mazetti und die türkische Schriftstellerin Seniha Bedri wurden der Medaille für würdig befunden. Die letzte Verleihung der Medaille in Hindenburgs Namen ist datiert auf den 19. Juni 1934 (wikipedia).
Georg (von) Lukács, eigentlich György Lukács de Szeged (1885-1971), aus ungarisch-jüdischer Familie stammen, war einer der bedeutendsten ungarischen Philosophen, Literaturwissenschaftler und –kritiker. Er gilt (zusammen mit Ernst Bloch, Antonio Gramsci und Karl Korsch) als bedeutender Erneuerer einer marxistischen Philosophie und Theorie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. . . . Seine zahlreichen ästhetischen Schriften und Werkanalysen deutscher, englischer, französischer und russischer Dichter des 18. bis 20. Jahrhunderts stehen vor allem auf der Basis von mit Hegels Ästhetik verbundenen Vorstellungen, die er weiterentwickeln konnte. Er erarbeitete so mit der Theorie der literarisch gestalteten Widerspiegelung gesellschaftlicher Verhältnisse in ihrer Totalität die Grundlagen einer marxistischen Ästhetik (wikipedia). Am 27. August 1932 ist ihm von Reichspräsident von Hindenburg die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen worden (wikipedia).
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