SALZBURG, ERZBISTUM Hieronymus von Colloredo, 1772-1803. Dukat 1803.
SALZBURG, ERZBISTUM Hieronymus von Colloredo, 1772-1803. Dukat 1803.
Schätzpreis : 6.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich Unikum. Vorzüglich-Stempelglanz Exemplar der Slg. Dolenz, Auktion Schweizerischer Bankverein 40, Zürich 1996, Nr. 464.
Graf Hieronymus von Colloredo-Wallsee war ein Kirchenfürst der Aufklärung. Der ausgesprochen fähige Erzbischof, der auch für geordnete Staatsfinanzen sorgte, war besonders der Literatur, dem Theater und der Musik zugeneigt. Allerdings konnte er keine Sympathien für das Genie Mozart entwickeln. So wie der Vorgänger Schrattenbach als Gönner Mozarts in die Geschichte eingegangen ist, wird Colloredo für dessen Vertreibung aus Salzburg verantwortlich gemacht.
Hieronymus Graf Colloredo war der letzte Salzburger Erzbischof. Im zweiten Koalitionskrieg gegen das republikanische Frankreich stand Salzburg mit Bayern auf der Seite des Kaisers. Nach dem französischen Sieg bei Marengo begann Colloredo im Mai 1800 seine Flucht vorzubereiten. Nachdem die Franzosen einen weiteren Sieg bei Hohenlinden über die kaiserliche Armee errungen hatten, floh der Erzbischof nach Wien. Erst am 11. Februar 1803 legte er die Regierung nieder. Das weltliche Herrschaftsgebiet des säkularisierten Erzbistums (13.000 km², 250.000 Einwohner) fiel durch den Reichsdeputationshauptschluss an den Großherzog von Toskana.
Der vorliegende Dukat ist die letzte Prägung des souveränen Erzbistums Salzburg. Letztmalig wird hier auch der seit 1529 angenommene Titel Primas Germaniae (G PRIM) geführt. Dieses Amt bedeutete den Vorsitz des Reichsfürstenrates, der Ende des 15. Jahrhunderts von den Fürsten und Reichsgrafen gegründet worden war, um bei den Reichstagen ihre Forderungen gegenüber Kaiser und den Kurfürsten durchsetzen zu können. Reichsgeschichtlich war der Salzburger Erzbischof außerdem seit 1512 bedeutsam, als er mit dem bayerischen Herzog das Direktorium für den bayerischen Reichskreis übernahm.
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Informationen zu Los 8105 aus Auktion 221
| Nominal/Jahr | Dukat 1803. |
|---|---|
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. Vermutlich Unikum. |
| Zitate | Fb. 881; Zöttl 3171 (dieses Exemplar); Schl. 736 |