(ERSTES) FRANZÖSISCHES KAISERREICH (1804-1814/15)
(ERSTES) FRANZÖSISCHES KAISERREICH (1804-1814/15)
Schätzpreis : 3.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR II/II-III Nach Meinung von Jean-Pierre Collignon, des wohl bedeutendsten Spezialisten für die Insignien der Ehrenlegion, handelt es sich bei diesem Exemplar um eine originale und verliehene Anfertigung aus der Zeit des Ersten Kaiserreichs zwischen 1806 und 1814/15, bei dem möglicherweise während der Présidence oder während des Zweiten Kaiserreichs die Medaillons ausgetauscht wurden, und dessen Aufhängung von der Firma Lemaître in Paris zwischen 1922 und 1937 restauriert worden sein dürfte.
Der Austausch der Medaillons fand möglicherweise im Auftrag des noch lebenden Beliehenen aus der Zeit des Ersten Kaiserreichs statt. Zu Beginn der Zweiten Republik 1848 lebten von den ursprünglich 80 französischen Grand Aigles des Ersten Kaiserreiches noch sieben (Bonaparte, Jérome Napoléon † 1860; Caffarelli † 1849; Marchand, † 1851; Marmont, Herzog von Ragusa † 1852; Mollien † 1850; Sébastiani de la Porta, † 1851; Soult, Herzog von Dalmatien † 1851).
Der Grand Aigle als Großkreuz der Ehrenlegion ist mit kaiserlichem Dekret vom 10 Pluvoise An XIII (30. Januar 1805) von Napoléon gestiftet worden. Die ersten 49 Verleihungen - ausschließlich an Franzosen - erfolgten mit kaiserlichem Dekret vom 1. Februar. Bis Ende 1813 erfolgen insgesamt 80 Verleihungen des Grand Aigle an Franzosen oder naturalisierte Franzosen und 69 Verleihungen an Ausländer. Für die Jahre 1814 und 1815 sind keine napoléonischen Verleihungen nachweisbar (Vgl. Wattel und Wattel in WT S. 543ff).
Jean-Pierre Collignon sei für seine große Hilfe bei der Bestimmung dieses außerordentlichen Exemplars herzlichst gedankt!
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Informationen zu Los 8538 aus Auktion 235
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