Karl der Große, 768-814. Denar, unbestimmte Münzstätte.
Karl der Große, 768-814. Denar, unbestimmte Münzstätte.
Schätzpreis : 6.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
R Korrosionsspuren, sonst fast vorzügliches Exemplar Exemplar der Sammlung Bernard Chwartz, Auktion Crinon, Paris, 18. Juni 2009, Nr. 78.
Exemplar der Sammlung Claué, Auktion Crédit de la Bourse, Paris, 26. April 1993, Nr. 54.
Zu dem vorliegenden Typ mit dem Münzstättenkürzel CLS gibt es eine rege Forschungsdiskussion (für eine Zusammenfassung vgl. Coupland, S.: Charlemagne's coinage: ideology and economy, in: Story, J.: Charlemagne: Empire and Society, Manchester 2005, S. 216). Als mögliche Prägestätten sind Köln (Cerexhe und Depeyrot), Mons (Gariel und Longpérier) und eine Zollstelle Namens Clusas oder Clusiae (Longpérier) in der Nähe von Brügge (heute Sluys) ins Feld geführt worden. Köln scheidet mit großer Wahrscheinlichkeit schon wegen des unpassenden S in CLS aus und der Ort Clusas erlangte erst Bedeutung, nachdem die Prägung der CLS-Typen schon eingestellt worden war. Mons (Castri-Locus) wiederum erscheint zu unbedeutend für diesen offenbar in größeren Mengen und vielen Varianten gemünzten Typ. Nur so viel erscheint klar: Die Funde verweisen auf eine Münzstätte im nördlichen oder nordöstlichen Frankenreich.
Informationen zu Los 2088 aus Auktion 227
| Nominal/Jahr | Denar, |
|---|---|
| Münzstätte | unbestimmte Münzstätte. |
| Seltenheit | R |
| Zitate | M./G. 249 var.; Depeyrot 339; Gariel VI, 32-38 var.; Prou 934 var |