MASSALIA. AR Drachme oder Tetrobol, 130/90 v. Chr.;
MASSALIA. AR Drachme oder Tetrobol, 130/90 v. Chr.;
Schätzpreis : 300 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Wohl unpubliziertes Unikum. Feine Tönung, vorzüglich +
Exemplar der Auktion Hauck & Aufhäuser 21, München 2009, Nr. 39 (Vergrößerung auf Tafel A) und der Sammlung Eugen Wankmüller, München.
Depeyrot (1999) 44/6 weist nicht wie hier im Revers die beiden Sigma retrograd auf. Auch das Avers unseres Stückes (Mund und Nase!) weist auf keltische Stilmerkmale von hohem künstlerischem Niveau hin. Insgesamt zeigt diese Münze eine wunderbare Symbiose hellenistischer und keltischer Stilelemente.
Imitationen des rein hellenistisch-massaliotischen Vorbildes finden sich nur in Oberitalien (Gallia cisalpina). Allerdings kennt A. Pautasso (1966/1970/1988/1996) kein Linksportrait und keine Prägung auf diesem hohen stilistischen Niveau. Andererseits haben alle späteren Massalia-Drachmen einen diskreten keltischen "touch", der bei den späteren Stücken zunimmt (s. Text und Exemplar der Auktion Roma Numismatics IV/1, London 2012, Nr. 4). Somit haben wir hier eine der spätesten genuinen Massalia-Prägungen vorliegen und dies zudem in feinstem Stil und außergewöhnlich perfekter Erhaltung. Von großer numismatischer Bedeutung und bester Provenienz.
Informationen zu Los 1734 aus Auktion 312
| Nominal/Jahr | AR Drachme oder Tetrobol, 130/90 v. Chr.; |
|---|---|
| Seltenheit | Wohl unpubliziertes Unikum. |
| Gewicht | 2,47 g |