EHRENZEICHEN
EHRENZEICHEN
Schätzpreis : 1.000 €
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Beschreibung
II Dieses Ehrenzeichen ist am 20. März 1847 an den Oberst Ludwig Göler von Ravensburg (1787-1849) verliehen worden. Die dazugehörige Urkunde wird unter der Kat. Nr. 8178 angeboten.
Ludwig Göler von Ravensburg wurde am 4. September 1787 in Bunzlau in Schlesien geboren. Seit 1805 Fähnrich im preußischen Heer, nahm er an der Schlacht von Jena am 14. Oktober teil. Seit Dezember 1809 in badischen Diensten, nahm er als Leutnant am Feldzug gegen Österreich und 1812 als Oberleutnant am Feldzug nach Rußland, wofür er das Ritterkreuz des Militär Karl Friedrich Verdienst-Ordens und das Ritterkreuz der Ehrenlegion erhielt. Am 30. März 1814 war er am Sturm auf Paris beteiligt, wofür er das Kreuz II. Klasse des russischen St. Annen-Ordens erhalten hat. 1819 hat er das Ritterkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen erhalten. Seine Beförderung zum Major erfolgte 1827; 1830 hat er den Königlich Preußischen Johanniterorden und 1831 das badische Dienstauszeichnungskreuz erhalten. 1832 zum Oberstleutnant befördert wurde er zum Rekrutierungsoffizier in den Bezirken Mannheim und Karlsruhe ernannt. 1839 erhielt er die neu gestiftete Felddienst-Auszeichnung. 1841 zum Oberst befördert, erhielt er als letzte Auszeichnung 1847 die Offiziers-Dienstauszeichnung für 40 Jahre. Am 23. Juni 1849 ist er in Karlsruhe gestorben. (Vgl.: Schubersky, Erast, und Thamm, Wolfgang: St. Johannes führt auf den rechten Pfad. In: Orden und Ehrenzeichen, Nr. 55. 10. Jahrgang, Juni 2008, S.139f. Und: Nachtrag zum Aufsatz von E. Schubersky und W. Thamm: St. Johannes führt auf den rechten Weg. In: Orden und Ehrenzeichen, Nr. 58. 10. Jahrgang, Dezember 2008. S. 331 - mit den Abbildungen genau dieses Ordenskreuzes und der dazugehörigen, ebenfalls in dieser Auktion angebotenen Urkunde.)
Laut unserem Urteil wie auch dem von Henning Volle handelt es sich hierbei trotz der deutlich erkennbaren Gußspuren um ein zweifelsfreies Originalexemplar, da die ersten Anfertigungen dieses Kreuzes aufgrund der großen Seltenheit von Verleihungen für 40 Dienstjahre wohl im Metallgußverfahren hergestellt worden sein durften.
Mit Ordre Nr. 8 vom 18. Februar 1831 hat Großherzog Leopold (1790-1852) die Dienst-Auszeichnung für das aktive Militär gestiftet. Sie wurde als Dienstauszeichnung (Kreuz) für XXV Dienstjahre der Offiziere, und für Soldaten vom Feldwebel an abwärts als I. Klasse (Schnalle für XXV Dienstjahre), als II. Klasse (Schnalle für XVIII Dienstjahre) und als III. Klasse (Schnalle für XII Dienstjahre) verliehen. 1846 wurde die Dienst-Auszeichnung (Kreuz mit Krone) für XL Dienstjahre eingeführt.