STADT 12 Mariengroschen 1694.
STADT 12 Mariengroschen 1694.
Meine Notizen
Beschreibung
Von größer Seltenheit. Unedierter Jahrgang. Sehr schön
Bei dem hier angebotenen 12 Mariengroschen von 1694 handelt es sich um einen bisher unedierten Typ. Selbst Max v. Bahrfeldt und Heinrich Buck, den Autoren der bis heute als Standardwerk geltenden Publikation „Die Münzen der Stadt Hildesheim“ von 1937, war dieser Typ nicht bekannt. Gleiches gilt für den ausgewiesenen Kenner der Hildesheimer Münzgeschichte, Manfred Mehl, der dem Stück eine hohe Authentizität zuspricht. So ähnelt die Münze in ihrer Gestaltung jenen von 1695, es trägt aber das Münzzeichen I B für den Münzmeister Jonas Böse. Offiziell amtierte Böse von 1674 bis einschließlich 1695. Er wurde jedoch bereits Anfang des Jahres 1695 vermutlich wegen geringhaltiger Ausmünzung vom Hildesheimer Rat aus dem Amt entfernt. In der Zwischenzeit kümmerte sich der Wardein und spätere Nachfolger als Münzmeister Hans Lüders um die Münzprägung, sodass bereits ab 1695 nur noch Stücke mit dem Münzzeichen H Û L Û bekannt sind. Das vorliegende Stück gehörte demnach zu den letzten Prägungen des Münzmeisters Jonas Böse.
Geprägt wurden die 24 und 12 Mariengroschen in der Stadt Hildesheim bereits seit 1674 – einer Zeit, in der andere niedersächsische Städte unter dem Druck ihrer Landesherren gerade die Ausmünzung derselben einstellten. Bis 1763 wurden die 24 Mariengroschen und bis 1741 die 12 Mariengroschen dann zahlreich geschlagen, da sie an die Stelle des Talers traten, von dem nur noch selten und in kleiner Anzahl Exemplare ausgeprägt wurden.
Informationen zu Los 2679 aus Auktion 444
| Nominal/Jahr | 12 Mariengroschen 1694. |
|---|---|
| Seltenheit | Von großer Seltenheit. Unedierter Jahrgang. |
| Gewicht | 8,37 g |
| Zitate | Buck/Bahrf. - |