ERZBISTUM Konrad von Hochstaden, 1238-1261. Denar, 1248 (?), Köln,
ERZBISTUM Konrad von Hochstaden, 1238-1261. Denar, 1248 (?), Köln,
Schätzpreis : 100 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Breiter Schrötling, leicht dezentriert, sehr schön Die Domgründungsgedenkmünzen sind ab der Gründung des Domes am Tage vor Maria Himmelfahrt 1248 bis Ende der Regierungszeit Konrads 1261 geprägt worden. Das bedeutende Ereignis hielt in der Bevölkerung noch lange nach und der breite, neue Münztyp erfreute sich großer Nachfrage. Das Buch in der Linken des Bischofs in der Vorderseitendarstellung dieses Stückes kann auch als beschlagenes, eisernes Kästchen gedeutet werden, also das Behältnis, in dem die Grundsteinlegungsurkunde vermauert wurde. Die großen Pilgerströme, die zu dem weltberühmten Heiligtum, dem von Philipp von Heinsberg in Auftrag gegebenen Sarkophag mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige kamen, hatten ebenfalls großes Interesse an diesen Sondermünzen. Die Gebeine der drei Heiligen waren 1163 unter Erzbischof Reinald von Dassel von Mailand zunächst nach Remagen gekommen, von wo sie 1164 von Philipp von Heinsberg nach Köln überführt wurden. Der um 1189 fertiggestellte "kostbarste Schrein der Welt" war während des Baues des heutigen Doms im alten, romanischen Dom aufgestellt, da der alte Dom nur so viel wie aus Platzgründen nötig, abgetragen wurde. Auch vom "Hildebold-Dom" gibt es einige bildliche Darstellungen auf Münzen. Eine Imitation erfuhren die Kölner Stücke durch die Grundsteinlegungsmünzen für den Altenberger Dom durch den Grafen Adolf VI. von Berg nach 1275, die von Wipperfürth geprägt worden sind. Insgesamt ein Thema, das bei den Altmeistern der Kölner und rheinischen Numismatik, Hermann Josef Lückger, Alfred Noss sowie auch bei Hävernick erbitterten Streit auslöste.
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Informationen zu Los 2003 aus Auktion 130
| Nominal/Jahr | Denar, 1248 (?), |
|---|---|
| Münzstätte | Köln, |
| Zitate | Hävernick 683 |