ERZBISTUM Sedisvakanz 1688. Reichstaler 1688.
ERZBISTUM Sedisvakanz 1688. Reichstaler 1688.
Schätzpreis : 2.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
R Sehr attraktives Exemplar mit herrlicher Tönung, vorzüglich-Stempelglanz
Aus einer nordeuropäischen Privatsammlung.
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 296, Osnabrück 2017, Nr. 2388.
Die Sedisvakanz von 1688 trat nach dem Tode Maximilian Heinrichs ein. Dessen Überlegungen für eine Nachfolge übergingen seinen Verwandten Joseph Clemens und fanden Wilhelm Egon von Fürstenberg. Dieser wurde auch dank französischer Bestechungsgelder vom Domkapitel zum Koadjutor gewählt. Der Papst versagte jedoch seine Zustimmung, da er den französischen Einfluss fürchtete. Maximilian starb und eine Wahl wurde notwendig. In dieser erreichte von Fürstenberg mehr Stimmen, allerdings nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Die Wahl fand somit weder die päpstliche noch die kaiserliche Zustimmung. Der Papst erklärte die Wahl für ungültig und ernannte Joseph Clemens zum Erzbischof, doch konnte dieser sein Amt nicht ohne Schwierigkeiten übernehmen. Von Fürstenberg hatte sich mit Gewalt in den Besitz mehrerer wichtiger Städte gesetzt und wurde vom französischen König Louis XIV mit Truppen unterstützt. Die Nachfolgefrage wurde somit Teil des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Nach wechselvollen Kämpfen gelang es Joseph Clemens mit kaiserlichen und brandenburgisch-niederländischen Truppen, von Fürstenberg zurückzudrängen.
Informationen zu Los 823 aus Auktion 408
| Nominal/Jahr | Reichstaler 1688. |
|---|---|
| Seltenheit | R |
| Gewicht | 29,03 g |
| Zitate | Dav. 5153; Noss 548; Zepernick vgl. 32 Anm |