KÖNIGLICHE FAMILIE BOURBON-BEIDE SIZILIEN, FRANZÖSISCH-ITALIENISCHE OBOEDIENZ (SEIT 1960)
KÖNIGLICHE FAMILIE BOURBON-BEIDE SIZILIEN, FRANZÖSISCH-ITALIENISCHE OBOEDIENZ (SEIT 1960)
Schätzpreis : 400 €
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Meine Notizen
Beschreibung
R 4 Stück. II Der Legende nach geht der Orden zurück auf eine vom römischen Kaiser Konstantin den Großen (ca. 272/285-337) gegründete Miliz zum Schutze des Labarums (kaiserliche Standarte mit dem Christus-Monogramm XP), die 1190 vom byzantinischen Kaiser Isaak II. Angelus Comnenus (1155-1204) als militärischer Orden wieder gestiftet worden sein soll. Gian Andrea Angelo Flavio Comneno, Herzog von Drivasto, der seine Herkunft auf die byzantinische Dynastie der Angelos Comnenos zurückführte, was Papst Paul III. (1468-1549) bestätigte, übergab 1697 das Großmeistertum des Ordens an Herzog Francesco I. Farnese (1678-1727) von Parma, was 1699 von Kaiser Leopold I. (1640-1705) und von Papst Innozenz XII. (1615-1700) bestätigt wurde.
Karl VII. (1716-1788), König Beider Sizilien, übernahm 1734 das Großmeistertum des Ordens nach dem Aussterben der Farnese in Parma 1731 und brachte ihn somit in sein Königreich, wo er bis zu dessen Ende 1860 bzw. bis zur Auflösung der Exilregierung in Rom 1870 als Orden des Königreichs bestand.
Auch danach bestand und besteht der Orden weiter unter dem Großmeistertum des Oberhaupts der Kgl. Familie der Bourbonen-Beider Sizilien. Unter dem Schutz der Papst Pius X. (1835-1914) und seiner Nachfolger, bestand der Orden auch im Königreich Italien weiter.
Nach dem Tod Großmeister Prinz Ferdinando Pios (1869-1960), Herzogs von Kalabrien, erklärten sich sowohl sein jüngerer Bruder, Prinz Ranieri (1883-1973), Herzog von Castro, als auch sein Neffe, Prinz Alfonso Maria (1901-1964), Herzog von Kalabrien, jeweils zum Oberhaupt der Kgl. Familie Beider Sizilien, und somit jeweils auch zum Großmeister des Ordens, was faktisch dessen Spaltung in zwei Oboedienzen (in die französisch-italienische und in die spanische) bewirkte. Papst Johannes XXIII. (1881-1963) erklärte noch im gleichen Jahr die Ansprüche des Herzogs von Castro als legitim, und mit Dekret vom 20. Juli 1963 wurde er vom italienischen Staatspräsidenten (!) als legitimer Orden des Kgl. Hauses der Bourbonen-Beider Sizilien unter dem Großmeistertum des Herzogs von Castro anerkannt. Allerdings bestätigten das spanische Justizministerium am 18. Oktober 1983, der spanische Staatsrat am 2. Februar 1984 und schließlich König Juan Carlos I. von Spanien am 8. März 1984 die Rechtmäßigkeit der Ansprüche von Prinz Alfonso, Herzog von Kalabrien, bzw. von dessen Sohn, Prinz Don Carlos Maria (geb. 1938), Herzog von Kalabrien, seit 1994 Infant von Spanien, auf das Großmeistertum. Somit bestehen heute faktisch zwei Konstantinische St. Georgs-Orden, der eine, die Oboedienz des Herzogs von Kalabrien, mit letzten Statuten vom 27. November 1988, und der andere, Oboedienz des Herzogs von Castro, mit letzten Statuten vom 1. Juni 2002. Praktischerweise werden die Insignien beider Oboedienzen heute von einer und derselben Manufaktur in Rom hergestellt. (Vgl. auch: Villarreal de Alava, Marques de: La Maison Royale des Deux Siciles, l'Ordre Constantinien de Saint Georges et l'Ordre de Saint Janvier. Madrid 1964. - Gran Magistero dell' Ordine: Il Sacro Militare Ordine Constantiniano di San Giorgio. Neapel 1971. - Seward, Desmond: Italy's Knights of St. George - The Constantinian Order. Gerrards Cross 1986. - Gallo, Ettore: Il Gran Magistero del Sacro Militare Ordine Constantiniano di San Giorgio. Rom 2002. - Marini Dettina, Alfonso: Il Legittimo Esercizio del Gran Magistero del Sacro Militare Ordine constantiniano di San Giorgio. Vatikanstadt 2003.)
Informationen zu Los 701 aus Auktion 240
| Seltenheit | R |
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| Stückzahl | 4 Stück. |