HERZOGTUM Franz II., 1581-1619. Goldabschlag zu 8 Goldgulden von den Stempeln des Reichstalers o. J. (nach 1613), Lauenburg.
HERZOGTUM Franz II., 1581-1619. Goldabschlag zu 8 Goldgulden von den Stempeln des Reichstalers o. J. (nach 1613), Lauenburg.
Schätzpreis : 63.911 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
GOLD. Unikum aus dem vormals herzoglichen Kabinett Gotha. Von allergrößter Selte Kl. Prägeschwäche, fast vorzügliches Exemplar Als die regierenden deutschen Fürsten 1918/1919 politisch entmachtet wurden, blieben vermögensrechtliche Fragen zunächst offen. Die Aufteilung in Privatvermögen, das den fürstlichen Familien verblieb und Vermögen, das Staatseigentum wurde, erfolgte in den zwanziger Jahren durch sogenannte Fürstenabfindungen (insgesamt 26 Verträge). Das Eigentum am herzoglichen Münzkabinett Gotha wurde vertraglich wie folgt definiert: ein Drittel der Sammlung verblieb Eigentum des Fürstenhauses Sachsen-Coburg und Gotha, ein weiteres Drittel wurde Eigentum der Stadt Gotha und das restliche Drittel wurde Eigentum des Landes Thüringen.
Nach dem 2. Weltkrieg, unmittelbar vor Abzug der amerikanischen Truppen und noch vor dem Eintreffen der sowjetischen Besatzung, definierte die herzogliche Familie das ihr gehörende Drittel auf ihre Weise und brachte die Goldmünzen des Kabinetts nach Coburg. Aus dem Besitz der herzoglichen Familie gelangten große Teile in die schweizerische Privatsammlung Osswald, nach deren Auflösung immer wieder Stücke aus Gotha im Markt vorkommen. Obwohl es besonders durch die DDR-Regierung wiederholt Versuche gegeben hat, Goldmünzen des herzoglichen Kabinetts als Staatseigentum zu beanspruchen, wird das Privateigentum an Goldmünzen aus Gotha heute allgemein anerkannt.
Aufgrund von Hinweisen und eigenen Recherchen erlauben wir uns, unseren Kommentar zu dieser Nummer wie folgt zu berichtigen bzw. zu ergänzen: "Im Zuge der Auflösung des Herzöglichen Sachsen Coburg und Gotha'schen Hausvermögens, gemäß der Vereinbarung zwischen dem Freistaat Preußen und dem Freistaat Thüringen über die einheitliche Auflösung des Hausvermögens des vormals Herzöglich von Sachsen Coburg und Gotha'schen Hauses wurde im Jahre 1928 die Stiftung der Herzog von Sachsen Coburg und Gotha'schen Stiftung für Kunst und Wissenschaft mit Sitz in Gotha gegründet. Zum Vermögen der Stiftung gehörte neben anderem Kunstgut auch das Münzkabinett, zu dem auch der Goldabschlag aus dem Herzoghaus Lauenburg zählte. Vorgenannter Goldabschlag gehört zu den umfangreichen Verlusten des in Gotha ansässigen Münzkabinetts im Zuge der Nachkriegswirren im Jahre 1945."
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 1832 aus Auktion 63
| Nominal/Jahr | Goldabschlag zu 8 Goldgulden von den Stempeln des Reichstalers o. J. (nach 1613), |
|---|---|
| Münzstätte | Lauenburg. |
| Seltenheit | Unikum aus dem vormals herzoglichen Kabinett Gotha. Von allergrößter Selte |
| Gewicht | 25,52 g Feingold |
| Zitate | Dorfmann 31 Anm.; Fb. 2983; Schnee A 24 Anm |