MECKLENBURG-GÜSTROW, HERZOGTUM Ulrich III., 1555-1603. Reichstaler (32 Schilling) 1574, Grevesmühlen,
MECKLENBURG-GÜSTROW, HERZOGTUM Ulrich III., 1555-1603. Reichstaler (32 Schilling) 1574, Grevesmühlen,
Meine Notizen
Beschreibung
RR Sehr schön
Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts war es üblich, seit der 2. Augsburger Reichsmünzenordnung von 1559 sogar vorgeschrieben, den Wert des Reichstalers in der niedrigeren Nominalstufe durch die sogenannte Wertzahl auf den Prägungen anzugeben. Noch 1568 hatte man in Mecklenburg-Güstrow Taler mit der Wertzahl 27/6 (=27 Schilling lübsch und 6 Pfennige) ausgeprägt. Da diese Wertrelation zu niedrig war, wurden die Stücke mehr und mehr aufgewechselt, also mit dem zu hoch bewerteten Kleingeld aus dem Verkehr gezogen. Nachdem Herzog Ulrich III. seit April 1569 wiederholt auf diesen Missstand hingewiesen hatte, schrieben die mecklenburgischen Herzöge einen den Geldverhältnissen entsprechenden Kurs des Talers von 32 Schillingen fest und ließen diese Wertrelation auf die Gepräge setzen. Am 26. April 1572 schloss sich auch der Lüneburger Kreistagsabschied des niedersächsischen Reichskreises diesem Kurs an.
Informationen zu Los 2705 aus Auktion 444
| Nominal/Jahr | Reichstaler (32 Schilling) 1574, |
|---|---|
| Münzstätte | Grevesmühlen, |
| Seltenheit | RR |
| Zitate | Dav. 9554; Kunzel 113 A/b |