AV-Tremissis, 620/640, Marsallum;
AV-Tremissis, 620/640, Marsallum;
Meine Notizen
Beschreibung
Von allergrößter Seltenheit. Min. gereinigt, fast vorzüglich
Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Erworben am 19. September 2007.
Einige Monetarmünzen benennen die Ortsqualifikationen wie civitas, vicus, castrum, basilica und ecclesia zumeist im Ablativ in der Averslegende. Das Fehlen der Königsnamen auf diesen Prägungen ist kein Indiz für die eigenständige Prägehoheit dieser Ortschaften. Die relativ einheitliche Gestaltung, das Herrscherbild sowie die Bezeichnung der Prägungen als moneta publica in urbe lemovicina in der Vita Eligii zum Monetar Abbo zeichnen sie als staatliche Münzen aus. Ein vicus bezeichnete dabei üblicherweise nicht-bischöfliche Städte und größere ländliche Ballungsräume. Sie waren zudem häufig durch die Lage an wichtigen Handelsstraßen, Flüssen oder Industriezentren gekennzeichnet. Strothmann, J., Civitas-Hauptorte und ihre Benennungen als Quelle für den Wandel der politischen Struktur Galliens bis zum 8. Jahrhundert, in: Jarnut, J./Strothmann, J. (Hgg.), Die Merowingischen Monetarmünzen als Quelle zum Verständnis des 7. Jahrhunderts in Gallien, Paderborn 2013, S. 613-628; Naismith, R., Gold Coinage and Its Use in the Post-Roman West, in: Speculum 89.2 (2014), S. 273-306, bes. S. 292.
Informationen zu Los 889 aus Frühjahrs-Auktion 438
| Nominal/Jahr | AV-Tremissis, 620/640, |
|---|---|
| Münzstätte | Marsallum; |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. |
| Zitate | Belfort 2420; Prou -; Depeyrot S. 107, Typ 16-2 A |