GRIECHEN PREUSSISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN (Hrsg.).
GRIECHEN PREUSSISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN (Hrsg.).
Schätzpreis : 100 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin ließ sich 1886 von Theodor Mommsen (* 1817 in Garding, Schleswig, † 1903 in [Berlin-] Charlottenburg) zum Projekt eines "Corpus Nummorum Veterum" anregen. Dieses Corpus sollte die gesamte antike Münzprägung dokumentieren und u. a. einen Stempelkatalog sämtlicher erfassbaren Stücke beinhalten und somit über die Bestandspublikationen einzelner Sammlungen weit hinausgehen. Für dieses auf lange Frist geplante Vorhaben gründete man eine Kommission, bestehend aus den ausgewiesenen Altertumswissenschaftlern und Archäologen Ernst Curtius und Alexander Conze sowie aus den Numismatikern Alfred von Sallet und Friedrich Imhoof-Blumer, wobei Letzterer die Leitung dieses Ausschusses übernahm. Da bald die Einsicht aufkam, daß Mommsens umfassender Vorschlag weder finanziell noch personell infolge des ungeheuren Arbeitsaufwandes umsetzbar erschien, wurde 1888 der Entschluss gefasst, dieses Projekt auf die Bearbeitung der numismatischen Zeugnisse Nordgriechenlands zu konzentrieren, da hinsichtlich der Gebiete Moesien, Thrakien und Makedonien die umfangreiche Sammlung des British Museum in Katalogform publiziert vorlag und sich ein entsprechendes Verzeichnis der Berliner Sammlung bereits im Druck befand. Nachdem bereits 1898 ein Teilband dieses anspruchsvollen Programms verausgabt worden war, folgten bis 1912 einige weitere Kataloge dieser Reihe. Andere thematisch zugehörige Forschungsarbeiten dieses Arbeitskreises wurden von 1907 bis 1923 in der Zeitschrift "Nomisma" publiziert. Wenngleich der Erste Weltkrieg und dessen krisengeschüttelten Folgejahre die Publikationstätigkeit ins Stocken brachte, liefen die Arbeiten an diesem Unternehmen weiter. Schließlich konnte die Preußische Akademie der Wissenschaften 1935 einen weiteren und zugleich ihren letzten Katalog der antiken Münzen Nord-Griechenlands vorlegen. Eine Fortsetzung fand dieses Vorhaben mit der Wiederaufnahme der Arbeiten an einem Corpuswerk zur antiken Numismatik der Nordgriechenlands im Jahre 1956 unter dem Reihennamen "Griechisches Münzwerk", deren Einzelarbeiten von 1965 bis 1999 erschienen sind.
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| Gewicht | 6917,00 g |
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