HOLLAND Silbermedaille 1712,
HOLLAND Silbermedaille 1712,
Meine Notizen
Beschreibung
RR Prachtexemplar. Feine Patina, fast Stempelglanz
Exemplar der Sammlung der Brüder Verschoor, Auktion Fritz Rudolf Künker 373, Osnabrück 2022, Nr. 1124.
Um 1600 bestand der nördliche Teil der Provinz Holland mehr aus Wasser als aus Land. Das Einsinken des ursprünglichen Torfbodens, Sturmfluten und Küstenerosion hatten in dem Gebiet im Norden Amsterdams große Seen entstehen lassen. Die wachsenden Probleme mit dem Wasser bedrohten die Städte. Zudem entstand wegen der weiter anwachsenden Stadtbevölkerung eine zunehmende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Flächen für die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Die durch den Handel reich gewordenen Kaufleute suchten neue Investitionsmöglichkeiten und entwickelten Pläne, um die großen Seen trockenzulegen. 1607 beantragte eine Gruppe von Investoren bestehend aus Amsterdamer Kaufleuten und Haager Beamten bei den Staaten von Holland den Beemster - den größten Binnensee im Norden Hollands - trockenlegen zu dürfen. Dank neuer technischer Entwicklungen konnten diese Pläne umgesetzt werden. 1607 begann man mit dem Bau eines Ringdeiches, 1612 war der Polder mit Hilfe von 40 Windmühlen trockengelegt. Die Gesamtkosten des Unternehmens richteten sich nach dem Bodenwert des neuen Polders und betrugen nach heutigem Wert knapp 25 Millionen Euro.
Informationen zu Los 5063 aus Frühjahrs-Auktion 441
| Nominal/Jahr | Silbermedaille 1712, |
|---|---|
| Seltenheit | RR Prachtexemplar. |
| Zitate | v. Loon IV, S. 652; KPK 2286; Dirks 3003 |