BISTUM Leopold Wilhelm von Österreich, 1625-1662. Tragbarer, silberner Gnadenpfennig o. J.,
BISTUM Leopold Wilhelm von Österreich, 1625-1662. Tragbarer, silberner Gnadenpfennig o. J.,
Schätzpreis : 1.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
RR Scharfer Originalguß mit herrlicher Patina. Vorzüglich Erzherzog Leopold Wilhelm war der zweite Sohn Kaiser Ferdinands II. Er wurde im Alter von nur zwölf Jahren 1626 Bischof von Halberstadt, nachdem er bereits ein Jahr zuvor zum Koadjutor in Passau und Straßburg postuliert worden war. Außerdem war er seit 1628 Bischof von Olmütz, seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens und zeitweise Erzbischof von Bremen und Magdeburg. Der vielseitige Kirchenfürst übernahm 1639 und 1645 den Oberbefehl über die Kaiserliche Armee. Von 1646 bis 1656 war er habsburgischer Statthalter der spanischen Niederlande. Aus dieser Zeit stammt diese repräsentative Medaille, deren Rückseitendarstellung auf die geistlichen Ämter des Statthalters anspielt. Nach dem Tod Kaiser Ferdinands II. war Leopold Wilhelm sogar als Nachfolgekandidat im Gespräch. Der auf dieser seltenen Medaille dargestellte Geistliche zählt zu den bedeutendsten Repräsentanten habsburgischer Machtpolitik in der Zeit während und nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Gnadenpfennige dienten zur Belohnung und Anerkennung von Verdiensten und wurden dem Empfänger in Gnaden überreicht. Sie besaßen neben einem hohen ideellen auch einen bedeutenden materiellen Wert. Getragen wurden diese Gnadenpfennige mitunter an breiten schweren Goldketten, die wie eine Feldbinde schräg über den Oberkörper gelegt wurden. Gnadenpfennige entsprechen den späteren Verdienstorden.
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Informationen zu Los 4830 aus Auktion 141
| Nominal/Jahr | Tragbarer, silberner Gnadenpfennig o. J., |
|---|---|
| Seltenheit | RR |
| Zitate | Kellner 108 a |