PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich II., der Große, 1740-1786. Einseitiges Elfenbeinmedaillon o. J. (18. Jahrhundert),
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich II., der Große, 1740-1786. Einseitiges Elfenbeinmedaillon o. J. (18. Jahrhundert),
Schätzpreis : 2.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Vorzügliche Arbeit von höchster künstlerischer Qualität Hans Joachim von Zieten kam am 14. Mai 1699 in bescheidenen Verhältnissen zur Welt. Als der Vater 1720 starb, hinterließ er seinem Sohn und dessen drei Schwestern das Gut Wustrau, von dessen Erträgen die Familie nur schwerlich überleben konnte. Bereits 1715 war Zieten als Freikorporal in das Regiment des Generals von Schwendy auf Buskow in Neuruppin eingetreten. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. hielt nicht viel von dem jungen Offizier, da dieser "gar klein und von schwacher Stimme für das Commandiren" war. So nahm Zieten aufgrund der ausbleibenden Beförderung seinen Abschied. 1726 kehrte er zurück in die Reihen des Dragonerregiments Wuthenow, doch bereits im darauffolgenden Jahr wurde er nach einem Streit mit seinem Rittmeister zu einer einjährigen Festungsstrafe verurteilt. 1730 fand Zieten seine militärische Bestimmung bei der neugebildeten Freikompanie der Husaren zu Potsdam. Trotz diverser Alkoholexzesse und zahlreicher Duelle, eines davon sogar am Tag vor seiner Hochzeit mit dem Fräulein von Jürgas, wurde Zieten bis zum Rittmeister befördert. In den Schlesischen Kriegen zeichnete sich Zieten mehrfach aus, so dass ihn Friedrich II. der Große im Alter von fast sechzig Jahren noch zum Dienst im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) heranzog. Als Generalleutnant und Träger des Pour le Mérite wie des Schwarzen Adlerordens wurde er bei Abwesenheit des Königs wiederholt zum Oberbefehlshaber der preußischen Armee bestimmt. Am Ende des Krieges war Zieten nicht nur einer der berühmtesten Reitergeneräle seiner Zeit, sondern auch ein vertrauter Freund des Königs geworden. Er starb am 26. Januar 1786 in Berlin, wo er ein Haus in der Kochstr. 61/62 besaß. Seine Habe musste zu einem Teil versteigert werden, und erst ein Geschenk Friedrichs II. von 10.000 Talern befreite die Witwe von ihren Schulden.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 792 aus Auktion 188
| Nominal/Jahr | Einseitiges Elfenbeinmedaillon o. J. (18. Jahrhundert), |
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