PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich (III.) I., 1701-1713. Silbermedaille 1708,
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich (III.) I., 1701-1713. Silbermedaille 1708,
Schätzpreis : 250 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Winz. Randfehler, sehr schön Sophie Luise wurde am 16. Mai 1685 in Grabow geboren. Sie war das vierte Kind und die einzige Tochter des Herzogs Friedrich von Mecklenburg und dessen Gemahlin Landgräfin Christine Wilhelmine von Hessen-Homburg. Die Prinzessin wuchs nach dem frühen Tod ihres Vaters am Hof ihres ältesten Bruders Friedrich Wilhelm auf, der als Herzog von Mecklenburg-Schwerin regierte. Nachdem 1705 die zweite Gemahlin Friedrichs, Sophie Charlotte, gestorben war, bewogen den nun 50 Jahre alten König dynastische Gründe zur Sicherung der Thronfolge wieder zu heiraten. Nach längerem Suchen wurde die 23jährige Prinzessin Sophie Luise gefunden. Am 28. November wurde im Berliner Schloß die Hochzeit gefeiert. Die junge Königin blieb jedoch stets im Schatten ihrer intellektuellen Vorgängerin und der eigentliche Zweck der Eheschließung, dem Land einen Erben zu schenken, blieb unerfüllt. So folgte für Sophie Luise schon bald ein von Intrigen, Hass und Verleumdungen erfülltes Hofleben, dem die junge Königin weder geistig noch körperlich gewachsen war. Sie verfiel in tiefe Depressionen und geistige Verwirrung. Unerträgliche Streitereien zwischen den Eheleuten über das „wahre“ Glaubensbekenntnis, veranlassten den König, sich von seiner geisteskranken Frau zu trennen. Völlig verwirrt und durch eine Schnittverletzung blutüberströmt soll sie den kranken König im Berliner Schloß erschreckt haben, der im ersten Moment glaubte, die legendäre "Weiße Frau" als Todesbotin vor sich zu haben, die der Sage nach kurz vor dem Ableben eines Familienmitglieds aufzutauchen pflegt. Im Januar 1713 wurde die Königin daraufhin von ihrem Mann, nur wenige Wochen vor seinem Tod, ins Havelland nach Perwenitz gebracht. Sein Nachfolger, König Friedrich Wilhelm I., schickte die kranke Frau zu ihrer Familie nach Mecklenburg zurück. Sie lebte dort auf dem Schloß in Grabow, dann in Neustadt-Glewe und später im Schweriner Schloß, wo sie am 29. Juli 1735 als unglückliche dritte Gemahlin des ersten Preußenkönigs starb.
Informationen zu Los 4208 aus Auktion 228
| Nominal/Jahr | Silbermedaille 1708, |
|---|---|
| Zitate | Brockmann 440; Slg. Gaettens 347 |