Ferdinand I., 1522-1558-1564. 1 1/2facher Schautaler 1529,
Ferdinand I., 1522-1558-1564. 1 1/2facher Schautaler 1529,
Schätzpreis : 7.500 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Von großer Seltenheit. Sehr schön-vorzüglich Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts waren die Türken in Südosteuropa eingedrungen. Ihre Expansion nach Westen stellte seit dem 16. Jahrhundert für Habsburg eine konkrete Bedrohung dar, spätestens als Ferdinand I. zum König von Ungarn gekrönt worden war. Für rund ein Vierteljahrtausend grenzten nun die habsburgischen Besitzungen Österreich, Ungarn und Böhmen gegen das Türkenreich. Sultan Süleiman II., der Prächtige, war 1521 erstmals in das Königreich Ungarn eingefallen. In der Schlacht bei Mohács schlug er am 29. August 1526 das ungarisch-böhmische Heer vernichtend, sein Gegner Ludwig II. König von Ungarn und Böhmen kam auf der Flucht um. Ferdinand von Habsburg wurde daraufhin zunächst am 22. Oktober 1526 zum König von Böhmen gekrönt, die ihm vom Reichstag am 16. Dezember desselben Jahres zugesprochene ungarische Königskrone musste er sich gegen Johann Zápolya in der Schlacht von Tokay am 27. September 1527 erstreiten. Der Siebenbürgener Wojwode Johann war nach dem Tode Ludwigs II. von einer Mehrheit des ungarischen Adels und mit türkischer Protektion bereits am 14. Oktober 1526 zum König von Ungarn gewählt, am 12. November 1526 in Stuhlweißenburg gekrönt worden und schon bald von diversen Gegnern Habsburgs als legitimer Herrscher anerkannt worden. Nach der Niederlage bei Tokay floh er zunächst nach Polen. Nachdem die Streitkräfte Ferdinands I. 1528 wieder aus Ungarn herausgedrängt worden waren und Süleiman II. im darauf folgenden Jahr abermals ins Land eingefallen war, betrieben die Türken erfolgreich die Wiedereinsetzung Zápolyas auf den ungarischen Thron, die am 14. September 1529 stattfand. Am 11. November 1530 schloss Ferdinand I. mit seinem siebenbürgischen Kontrahenten einen Waffenstillstand. Zähe Verhandlungen folgten und mündeten am 24. Februar 1538 im Vertrag von Großwardein, in dem der Habsburger das Königtum Zápolyas auf Lebenszeit anerkannte, ohne seinerseits den Anspruch auf die ungarische Krone aufzugeben. Diese Vereinbarung wurde nach den Tode Zápolyas aber nicht wirksam, da man dessen nur erst wenige Tage alten Sohn und Erben Johann Sigismund zum erwählten König von Ungarn proklamierte. 1551 verzichtete seine Mutter zugunsten Habsburgs auf Siebenbürgen sowie auf Land und Krone Ungarns und erhielt im Gegenzug das Herzogtum Oppeln. Zápolya erhielt 1559 die Wojwodschaft Siebenbürgen übertragen. Erst in dem 1570 zwischen dem Kaiser und dem türkischen Sultan geschlossenen Frieden von Adrianopel verzichtete Sigismund Zápolya endgültig auf den ungarischen Königstitel.
Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.
Informationen zu Los 4351 aus Auktion 116
| Nominal/Jahr | 1 1/2facher Schautaler 1529, |
|---|---|
| Seltenheit | Von großer Seltenheit. |
| Zitate | Doneb. 1011; Habich 1887; Katz 36; Markl 2004 |