Ferdinand III., 1625-1637-1657. Schlesischer Taler zu 24 Groschen 1650, Breslau.
Ferdinand III., 1625-1637-1657. Schlesischer Taler zu 24 Groschen 1650, Breslau.
Schätzpreis : 10.000 €
Zuschlag
Meine Notizen
Beschreibung
Von allergrößter Seltenheit. Fundexemplar. Fast vorzüglich Dieser Taler, der von Herinek und Voglhuber etwas irreführend als Schautaler bezeichnet wurde, ist ein besonders interessantes Dokument der neuzeitlichen Geldgeschichte. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts war der "Schlesische Taler" eine feste Recheneinheit, die den Gegenwert von 36 Weißgroschen bzw. 24 Kaisergroschen darstellte. Der harte Reichstaler stieg dagegen im Wert und galt in der Mitte des 17. Jahrhunderts 30 Kaisergroschen. Im Jahr 1650 konnten die Breslauer Münzbeamten Kaiser Ferdinand III. offenbar davon überzeugen, den in der Bevölkerung als Rechengröße bekannten, im Vergleich zum Reichstaler aber stark (beinahe 20 %) unterwertigen Schlesischen Taler tatsächlich auszuprägen. Im Münzbild wurde der ebenfalls unterwertige niederländische Löwentaler nachgeahmt. Um dieser Ausgabe eines unterwertigen Talers Legitimation zu verschaffen, wurde auf der Vorderseite die Wertzahl 24 angegeben, allerdings ohne Angabe der Werteinheit Groschen. Der Schlesische Taler, durch dessen Emission Mißbrauch ermöglicht, wenn nicht von Anfang an beabsichtigt wurde, scheint rasch auf Bedenken gestoßen zu sein, denn es gibt von diesem einzigen Jahrgang 1650 nur sehr wenige Exemplare. Das Stück zählt zu den größten Raritäten der schlesischen Münzgeschichte und zu den Höhepunkten dieser Sammlung.
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Informationen zu Los 947 aus Auktion 107
| Nominal/Jahr | Schlesischer Taler zu 24 Groschen 1650, |
|---|---|
| Münzstätte | Breslau. |
| Seltenheit | Von allergrößter Seltenheit. |
| Zitate | Dav. -; F. u. S. 353; Herinek 1132; Voglh. 208 |